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Fahrt durch eine karge Landschaft nach Toliara und Kurzbesuch im Arboretum

[/blockquote][vc_column_text]Die ganze Nacht über ist es recht heiss und die Luft kann sich nicht wirklich abkühlen. Zudem surren überall im Zimmer Mücken umher die an unser süsses Blut wollen. Wir haben aber zum Glück über dem Bett ein Mückennetz, so dass wir vor diesen Biestern in Sicherheit sind. Um 6:40 Uhr ist heute Tagwache und wir gehen anschliessend zum Frühstück. Wir versuchen auch wieder einmal einen Kaffee, die letzten haben uns ja nicht so gemundet und wir sind auch nicht sicher, ob wir eventuell vom Kaffee etwas Probleme mit unserem Bauch haben. Dieser hier schmeckt aber recht gut.

Etwas später erwartet uns Donet auch schon wieder beim Auto und wir fahren weiter. Unsere nächste Destination ist Toliara (Tuléar) am Meer (Strasse von Mosambik) von wo aus wir nach Antananarivo zurückfliegen werden. Die Region um den Isalo National Park ist eine Augenweide. Die bizarren Felsformationen welche diese Gegend prägen, geben der Landschaft eine einmalige Wirkung und die morgendlichen Sonnenstrahlen lassen alles „erglühen“. Wir reisen nun über eine meist gerade Strasse und die Landschaft wird wieder deutlich karger. Teilweise ist hier nur noch etwas Grasland vorhanden, kein einziger Baum ist weit und breit zu sehen. Wir kommen gut voran, denn in dieser Gegend gibt es kaum Verkehr.

Die Menschen leben hier in sehr bescheidenen, einfachen Verhältnissen und führen augenscheinlich ein sehr hartes Leben. Dies sieht man auch an den Behausungen, welche hier sehr viel kleiner und einfacher gebaut werden als bis anhin gesehen. Auch muss das Trink- und Brauchwasser von weit her geholt werden. Diese Aufgabe „übernehmen“ meistens die Kinder, welche auf einfachen, selbstgebauten Holzkarren die Wasserkanister zurück zum Dorf bringen. Wir durchqueren auch einige Städte, scheinbar im Nirgendwo. Dies hat aber seinen Grund: Diese Städte gibt es nur, weil ein Mann vor etwas mehr als 10 Jahren einen Saphir gefunden hatte. Danach brach hier anscheinend so was wie der „Saphir-Rausch“ aus. Viele Menschen aus ganz Madagaskar und Auswärtige (Inder, Pakistanis usw.) zogen in diese Gegend und wollten reich werden. Für die Meisten wohl nur ein Traum. Heute werden immer noch viele von den begehrten Steinen gefunden – wie wir auch vom Auto aus sehen können – die ganz grossen Klunker sind aber wohl nicht mehr zu finden? Laut Donet könnte man hier auch ganz einfach einen eigenen Claim abstecken, man müsse dazu nur der richtigen Person etwas „Money, Money“ zustecken. Wir überlegen es uns noch etwas… :-)

Die Weiterreise verläuft ansonsten unspektakulär obwohl Donet doch sichtlich angespannt ist. Er fragt bei einer Polizeikontrolle auch nach wie die Sicherheitslage im Moment ist. Die Polizisten sagen, dass es Tags durch sicher sei, jedoch in der Nacht sollte man nicht durch diese Gegend fahren da die Gefahr von bewaffneten Raubüberfällen besteht.

Etwas später durchschneidet die Strasse einen grossen Wald, den Zombitse-Vohibasia National Park. Eindrücklich finde ich das, weil man an diesem Wald sehen kann, dass auch diese südliche Region von Madagaskar einmal recht üppig mit Trockenwäldern/Dornwäldern überdeckt war.

Wir erreichen dann das Arboretum D’Antsokay, eine von einem Schweizer eingerichtete Sammlung endemischer Pflanzen von Madagaskar. Wir gehen auf einen kurzen Rundgang (zirka 45 Minuten) wo wir die Pflanzen kennenlernen, zudem einige Tiere wie Vögel, Echsen, ein Chamäleon und sogar kurz eine Schlange sehen. Heute ist es sehr heiss und wir sind froh, dass wir wieder in den Schatten kommen. Im ansässigen Restaurant Dry Forest essen wir etwas zu Mittag, alles schmeckt sehr gut und das Restaurant kann empfohlen werden. Anschliessend fahren wir weiter nach Toliara (Tuléar). Donet fährt mit uns durch die Stadt und zeigt uns alles. Wir gehen durch einen kleinen Markt wo wir zu unserem Erstaunen ohne „belästigt“ zu werden herumschlendern können. Hier wird vieles verkauft, von Gemüse, über ungekühltes Fleisch (würghh…) bis zu Fahrrädern oder Reisekoffern. Wir benötigten grad nichts von alldem und schauen noch schnell beim Schlachthof vorbei (noch einmal würghh…). Danach wollen wir noch zu einem Souvenirmarkt, wo wir schlussendlich zwei Vanille-Boxen und ein Mobile aus Holz kaufen. Für beides musste wir hart feilschen wie es hier üblich ist. :-)

Wir laden Donet noch auf eine Coca Cola ein weil nun langsam aber sicher unsere gemeinsame Zeit zu Ende geht. Danach fahren wir schnell zum kleinen Flughafen um zu überprüfen, ob sich etwas an den Flugzeiten geändert hat. Dem ist nicht so und weil wir nun immer noch sehr viel Zeit bis zu unserem Abflug zur Verfügung haben, geht es wieder zurück in die Stadt wo wir kreuz und quer alles abfahren. Wir kennen nun wohl jede Ecke von Tuléar. Bei einem Getränkestand wo Donet den Besitzer kennt, machen wir eine kleine Pause. Wir bleiben nicht lange alleine, den zwei betrunkene Jungs gesellen sich zu uns. Sie haben noch eine neue Flasche Rum dabei, welche sie gerne mit uns teilen wollen. Wir können der Verlockung aber knapp wiederstehen. :-)

Anschliessend geht es wieder zurück zum Flughafen und nach 1,5 Stunden Wartezeit können wir das Check-In machen. So verabschieden wir uns von Donet und warten auf den Abflug. Plötzlich werden unsere Namen durchgegeben und wir schauen uns nur noch dumm an. Was ist denn jetzt? Wir melden uns beim Check-In und mein knallblauer Koffer steht wieder dort. Die Leute schauen uns ein wenig verdutzt an, aber für mich ist klar, dass da nur der Wecker klingelt. :-)

So, seither warten wir immer noch auf unseren Flieger, es wird mittlerweile schon gemunkelt, dass der Flug sogar abgesagt wird. Scheisse, dass würde die ganzen Pläne für die nächsten Tagen durcheinander bringen und Programmteile würden entfallen. Ich gehe nach draussen und da kommt mir Donet entgegen. Ich bin völlig baff dass er wieder da ist, aber er hat im Hotel auch gehört, dass etwas mit unserem Flug nicht klappt und darum ist er zurückgekommen. Das Motto ist aber weiterhin, abwarten… Tatsächlich, gegen 22:30 Uhr landet die grosse Boeing doch noch und Donet kann nun definitiv Feierabend machen. Das Boarding geht fix über die Bühne und kurz darauf hebt die Boeing ab, knapp bevor die Startpiste zu Ende ist. Schon nach einer Stunde landen wir wieder in Antananarivo und werden sogleich von unserem neuen Fahrer Claude in Empfang genommen. Er musste lange auf uns warten und bringt uns nun zu später Stunde in unser Hotel Residence Lapasoa. Das Zimmer und Hotel ist super und kann definitiv weiterempfohlen werden.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Madagaskar-2012-07″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Madagaskar-2012-07″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“264″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1452676052053-061ee97d-8364-10″ include=“2388, 2429, 2432, 2459″][/vc_column][/vc_row]