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Bei flirrender Hitze auf Entdeckungstour im Isalo National Park

[/blockquote][vc_column_text]Nach einer doch recht kurzen und schwülen Nacht sitzen wir um 06:30 Uhr beim Frühstück welches doch ziemlich karg ausfällt. Ein halbes, trockenes Baguette, etwas Margarine und Bananenkonfitüre wird uns serviert. Anschliessend starten wir zu unserem Besuch des Isalo National Parks. Dazu hat Donet aber einen anderen Fahrer mit einem höhergelegten Fahrzeug organisieren müssen, da die Piste zum National Park mit unserem normalen Auto nicht zu bewältigen wäre. Wir erwarten einen Pickup/Geländewagen, aber vor uns steht dann ein uralter Peugeot welcher etwas höher gelegt wurde. Wir steigen also in diese Kiste ein, welche aussieht, als würde sie jeden Moment auseinanderbrechen.

Wir fahren los und nach kurzer Zeit biegen wir auf die besagte Piste ein. Der Peugeot hält sich wacker, ächzt aber unter den vielen Schlägen die er einstecken muss laut auf. Eigentlich verheisst auch der beissende Dieselgeruch der unsere Nasenhaare kitzelt nichts Gutes, aber wir stehen dann doch wohlbehalten vor dem Eingang zum National Park. Also starten wir zu unserer Wanderung. Unser Guide erzählt uns etwas über die Region und Menschen die hier leben. Dazu zeigt er uns auch Steinhaufen unter welchen die Toten beigesetzt werden. Die Toten werden nach 5 Jahren wieder ausgegraben, gewaschen und mit einem feierlichen Fest in einem definitiven Grab neu beigesetzt. Solche uralten Traditionen (Ahnenkult) werden auch im Madagaskar der Neuzeit weitergeführt und praktiziert.

Kurz darauf finden wir eine gut getarnte Stabheuschrecke, welche auf dem Busch kaum zu erkennen ist, da sie eigentlich gleich aussieht wie die Äste. Die Landschaft durch die wir wandern ist sehr schön und reizvoll, etwas gebirgig und mit kleinen Wäldern. Die Sonne steigt schnell höher und es wird immer heisser, aber ein leichter Wind bringt etwas Linderung. Nach zirka 4 km erreichen wir den ersten Natural Pool (Piscine Naturelle) wo es einen kleines Wasserfall hat. Das Wasser stammt vom Gebirge und ist angenehm kühl. Alida gönnt sich eine Abkühlung bis eine grosse Schulklasse (Antananarivo) auftaucht. Wir machen uns rasch aus dem Staub, die Idylle ist vorbei.

Wir wandern weiter über eine Ebene und die Sonne scheint gnadenlos auf uns hinab. Der Guide zeigt uns nach etwas Suchen unter einigen Steinen ein schwarzer Skorpion mit kleinem Schwanz, also nicht so giftig. Auch dem ist es anscheinend zu heiss und verdrückt sich daher schnell wieder in den Schatten unter den Steinen. Oder wir nerven einfach nur :-) Nach weiteren 4 km (die Distanz ist am Boden markiert) erreichen wir in einem Tal eine Camp Site wo wir eine kurze Pause einlegen. Kaum angekommen, sichten wir auch schon eine recht grosse Katta Familie. Auch hier tragen einige Weibchen ganz junge Babys auf dem Rücken durch die Gegend. Entzückt schiesse ich einige Fotos von den Lemuren bis sich diese von der Camp Site entfernen und in den Büschen verschwinden. Schade, aber unser Guide ist eh schon etwas unruhig und will anscheinend weiter.

Unser nächstes Ziel sind der Black Pool und der Blue Pool weiter hinten in diesem Tal. Über einen recht guten Wanderweg und nach weiteren zirka 2 km erreichen wir die Pools. Das Tal und der ganze Weg zu den Pools sind äusserst sehenswert, sowie auch die Pools selber. Die Gegend ist ja eigentlich sehr trocken, aber hier ist alles grün und lebendig. Schmetterlinge, Libellen und einige Vögel fliegen um uns herum. Bei den Pools hat es leider wieder sehr viele andere Besucher, auch die Schulklasse hat sich hier eingefunden und alle baden in dem klaren Wasser. Wir warten ein wenig ab und die Schulklasse zieht ab. Einen kurzen Moment haben wir den Black Pool für uns alleine und ich versuche, einige Fotos zu machen. Hmmm… Das geht ja gar nicht, die Fotos sind nicht zu gebrauchen. Die Sonne steht viel zu hoch, die Wände sind pechschwarz und der Himmel weiss. Dann lassen wir es halt und geniessen mit den Augen und behalten diese „Bilder“ in unseren Gedanken in Erinnerung.

Wir müssen auch wieder aufbrechen und gehen den gleichen Weg zurück auf dem wir gekommen sind. Auf halber Strecke sollten wir noch einen Wasserfall besichtigen, entscheiden uns aber diesen auszulassen (einige Tage später werden wir erfahren, dass dies eine gute Entscheidung ist, denn der Wasserfall ist nur ein Rinnsal und zu dieser Jahreszeit nicht sehenswert). Wir wollen die Zeit lieber noch einmal auf der Camp Site verbringen um mit etwas Glück noch einmal die Kattas zu Gesicht zu bekommen. Dort angekommen sehen wir zuerst keine Kattas, aber plötzlich tauchen zwei Lausbuben aus den Büschen auf und wir können noch einmal einige Fotos machen.

Gegen 14:00 Uhr ist unser Aufenthalt hier zu Ende und der Guide drängt uns zum Aufbrechen. Nach zirka 1,5 km erreichen wir einen anderen Parkplatz, wo der klapprige Peugeot auch schon auf uns wartet. Nach einer kurzen Rückfahrt treffen wir beim Hotel ein und sind doch recht erschöpft. Noch etwas entkräftet von den letzten beiden Tagen bin ich schon, aber auch die Hitze und die Wanderung hat uns etwas zugesetzt. Nach einer kühlen Coca Cola gönnen wir uns eine erfrischende Dusche, aber hoppla, da kommt gar kein Wasser. Es ist immer noch Stromausfall und der Generator läuft noch nicht. Aus dem Wasserhahn beim Lavabo kommt aber noch etwas Wasser, also füllen wir leere Pet-Flaschen ab und duschen so. Kaum fertig, wird auch schon der Generator angeworfen. Wer keine Geduld hat ist selber schuld… :-)

Danach gönnen wir uns im Restaurant ein wohlverdientes Abendessen und dazu ein Glas Rotwein. Immer noch ist in der ganzen Stadt kein Strom, nur wer einen Notstromdiesel sein Eigen nennt, hat auch Licht. Heute gehen wir schon früh zu Bett obschon es immer noch sehr heiss ist.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Madagaskar-2012-06″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Madagaskar-2012-06″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“263″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1452638038632-564f5221-1df2-3″ include=“2384, 2388, 2429, 2432″][/vc_column][/vc_row]