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Was tun wir uns freiwillig an? Heutiges Thema ist Wasser und Übernachtung beim Dorfoberhaupt im Entenstall
[/blockquote][vc_column_text]Schon um 06:00 Uhr in der Frühe weckt uns der Dorfgockel, aber geschlafen haben wir ja genug. Kurz darauf wird und auch schon das Frühstück serviert und um 07:00 Uhr geht unsere Wanderung wieder weiter. Mit etwas müden Beinen machen wir uns auf den Weg. Wir sind noch nicht weit, da müssen wir auch schon die ersten Kletterpassagen im Dschungel hinter uns bringen. Wir sind auf einem schmalen, matschigen und rutschigen Weg unterwegs, da an der Küste nun kein Durchkommen mehr ist. Der Weg ist jetzt äusserst anstrengend, denn neben den äusseren Bedingungen muss man auch voll konzentriert darauf sein, wo man seinen nächsten Tritt hinsetzt. Dies geht eine ganze Weile so weiter, aber ab und zu können wir auch über kurze Strandabschnitte gehen wo das vorankommen etwas weniger anstrengend ist und wir auch immer wieder kleine Fischerdörfer passieren.
Die Menschen leben hier in äusserst bescheidenen Verhältnissen und die Hauptnahrung besteht zu einem grossen Teil aus Fisch und Reis. Die Netze werden mehrmals am Tag mit einer Piroge auf das Meer gezogen, danach werden diese mit zwei Seilen/Leinen langsam an Land gezogen. Dies dauert eine ganze Weile und erfordert einen recht grossen Kraftaufwand und benötigt etliche Helfer, die das Netz an das Land ziehen. Die Ausbeute ist teilweise wohl nicht so berauschend, wie wir im Dorf von unserem Nachtlager gesehen haben. Gerade einmal zwei kleine Schwertfische haben sich im Netz verfangen.
Weiter geht die Wanderung. Wir müssen nun vermehrt auch einige Bäche durchqueren, was meistens heisst, dass wir unsere Wanderschuhe immer wieder ausziehen müssen und danach mit den nassen und sandigen Füssen wieder rein. Als kleine Belohnung wird aber nun der Weg etwas besser, wir müssen weniger über Wurzeln und Steine gehen und es ist auch nicht mehr so matschig. Wir erreichen einen langen Strand, wo wir einigermassen gut vorankommen, aber über den Sand watscheln strengt auch an. Zudem füllen uns die Wellen auch einige Male die Schuhe mit Wasser.
Wir erreichen unseren ersten Stopp des Tages in einem kleinen Dorf. Recht erschöpft setzen wir uns etwas hin und ruhen uns aus. Später wird uns ein Mittagessen serviert welches wieder sehr gut schmeckt. Nach dieser zirka 1,5 stündigen Rast gehen wir weiter, alles dem Strand entlang wo wir wieder ein kleines Bachbett durchwaten müssen. Nun laufen (rennen fast) wir auf einem guten Weg, welcher recht flach ohne grosse Steigung verläuft. Wir durchqueren ein grosses Dorf auf der Hauptstrasse im Eilzugstempo.
Auch hier sind wir wieder die Tagesattraktion. Alle starren uns an und hinterher, kleine Kinder rufen „Salut Vasaha“ als sie uns erspähen. Am Ende des Dorfes geht es nicht mehr weiter denn vor uns finden wir ein breites Flussbett vor. Wir sind auf den Pirogen-Shuttle-Dienst angewiesen, welcher uns an die andere Flussseite bringt. Ich habe das Vergnügen in eine ganz kleine Piroge einsteigen zu dürfen, welche schon beim losfahren einige Male eine bedrohliche Seitenlage einnimmt. Mein Puls geht schon etwas höher weil ich hier nicht ins Wasser fallen will, sonst ist wohl die ganze Kameraausrüstung futsch. Zu aller Freude regnet es nun auch noch wie aus Kübeln. Alida meistert mit Paulen (Guide) die Überfahrt in einer etwas grösseren Piroge und auch hier geht alles gut.
Nass sind wir wegen dem Regen aber trotzdem bis auf die Unterhosen. Kurz darauf müssen wir noch einmal einen Fluss durchqueren, dieses Mal aber zu Fuss, wo uns das Wasser bis zu den Oberschenkeln steht. Der Regen hat nun etwas nachgelassen und wir setzen unseren Marsch unverdrossen fort.
Endlich erreichen wir unser Tagesziel, ein weiteres Dorf im Nirgendwo wo wir unser Nachtlager aufschlagen werden. Wir gehen zu einem Haus in dem der Dorfhäuptling mit seiner Frau und den Kindern wohnt. Wir lernen beide kennen, können uns aber nicht wirklich verständigen, da sie nur Malagassi sprechen. Im „Vorgarten“ bauen derweilen die Gepäckträger unser Zelt auf, eigentlich direkt im Hühner- und Entenstall. Hinter dem Haus können wir uns etwas waschen mit Wasser aus einem Becken. Für uns eine richtige Wohltat, nun fühlen wir uns jedenfalls etwas besser. Danach haben wir nichts mehr zu tun und sitzen einfach ein wenig rum und ich schreibe im Tagebuch. Als es gerade am eindunkeln ist, wird uns das Essen serviert. Es gibt eine Art Gurke, Kartoffeln und Hühnchen, welches vor zwei Stunden noch gelebt hat. Zum Nachtisch gibt es noch einen Schokoladenkuchen, welcher richtig feucht und saftig war. Lecker… Alles Essen war wieder sehr gut.
Danach putzen wir noch die Zähne in der „Dusche“ und suchen uns ein stilles Örtchen am Strand. Früh sind wir im Bett und hören im Hintergrund die Musik aus der Dorfdisco. Scheint ein gutes Fest zu sein, einige von unseren Trägern und der Guide haben sich auch dorthin verdrückt. Wir sind schon wieder Müde, haben aber auch einen anstrengenden Tag hinter uns. Wieso tun wir uns das überhaupt an? Wir sind wohl wieder um die 30 km gegangen, haben Bäche und Flüsse überquert, Regen ertragen, aber auch einen Sonnenbrand geholt und einige Muskelpartien machen sich spürbar. Aber Morgen sollten wir die Ecolodge Chez Arol erreichen, da können wir dann wieder geniessen und entspannen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Madagaskar-2012-14″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Madagaskar-2012-14″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“269″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1453148457682-80987845-b5dd-6″ include=“2479, 2483, 2486, 2489″][/vc_column][/vc_row]