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Platter Reifen und Reparatur Versuch mitten in Uganda und durch den Kibale National Park und Matsch zum Chimp’s Nest
[/blockquote][vc_column_text]Um 06:30 Uhr klingelte an diesem Tag unser Wecker und uns erwartete nach dem gestrigen Regentag erstaunlicherweise ein glasklarer, blauer Himmel. Wir tranken unseren obligaten Kaffee und packten zusammen. Von weitem sahen wir einige Vögel und Affen, doch zum Fotografieren war doch alle zu weit entfernt und hoch oben in den Bäumen. So fuhren wir bald darauf wieder los in Richtung Kampala, also zurück auf dem Weg der uns am Vortag hierhin geführt hatte. Diese Route mussten wir mangels Alternativen wieder nehmen. In Kampala ging es weiter auf der direkten Route in Richtung Fort Portal. Die Strassenverhältnisse waren zu Anfang nicht berauschend. Insbesondere in den kleinen Dörfern ging es immer wieder über Gravel-/Lehmstrassen welche mit vielen Schlaglöchern übersäht waren.
Wir kamen somit nur langsam voran. Der Verkehr liess aber schnell nach und auch die Strassenverhältnisse verbesserten sich markant. Vor uns sahen wir nun eine perfekte Teerstrasse, die Beste bis jetzt auf dieser Reise. Die Fahrt ging nun zügig voran durch ländliches Gebiet, welches sehr schön zum Ansehen war (hügelige Landschaft mit sehr viel Grün) und auch nur mässig bevölkert zu sein schien.
Plötzlich sahen wir Affen (Colobus-/Mantelaffen) direkt neben der Strasse auf einem Baum. Wir entschieden uns für ein kurzes Fotoshooting umzukehren und anzuhalten. Bei der Kehrtwende muss es dann passiert sein. Wir rissen an etwas spitzem in das rechte Vorderrad seitlich ein Loch. Als ich ausstieg, bemerkte ich das ominöse Zischen der entweichenden Luft und wir sahen dann „leise“ fluchend zu, wie der Reifen platter und platter wurde.
Aus dem Affen-Fotoshooting wurde nun nichts, denn die hatten sich schon wieder in die Büsche verzogen. Dafür war nun ein Radwechsel angesagt. Somit kam zum ersten und hoffentlich letzten Mal der Hi-Lift Jack zur Anwendung. Da uns der Vermieter vor diesem Monsterteil gewarnt hatte (Verletzungsgefahr), hatten wir einen Heiden Respekt vor diesem Werkzeug. Nach etwas vorsichtigem Üben ob auch wirklich alles richtig arretiert war, erhob sich der Wagen wie gewollt und wir konnten den Ersatzreifen ohne weitere Zwischenfälle vornehmen. Unsere Panne war anscheinend für viele Kinder die eiligst herbeigerannt kamen, eine tolle Abwechslung und Attraktion zugleich.
Als wieder alles im Wagen verstaut war fuhren wir weiter und entschieden uns, bei einer Tankstelle zu fragen, ob sie den Reifen reparieren können. Dies wurde bejaht und ein junger Mann verschwand mit unserem defekten Reifen auf die andere Strassenseite zu einem kleinen Schuppen. Der Junge ging eifrig ans Werk, hüpfte immer wieder auf dem Reifen herum um ihn zu richten. Dies sah irgendwie lustig aus, jedoch war uns auch bewusst, dass dies ein ziemlicher Krampf sein musste ganz ohne maschinelle Hilfe. Eine halbe Stunde war für die Reparatur veranschlagt, wir warteten nun aber schon 1,5 Stunden. Da uns ein wenig langweilig war, plünderten wir unterdessen den kleinen Tankstellen Shop und füllten einige Reserven wieder auf. Auf Touristen schienen sie hier aber nicht eingestellt zu sein, denn Wechselgeld musste zuerst irgendwo im Dorf organisiert werden. (Wir reden hier von umgerechnet zirka 5.- CHF Wechselgeld). Nun kam aber der junge Mann endlich zurück mit unserem Reifen, welcher immer noch ein luftloses Erscheinungsbild hatte. Er meinte aber, dass der Reifen wieder in Ordnung sei, nur könne er ihn nicht aufpumpen weil er nur eine Handpumpe hätte. Das Aufpumpen könnten wir in Fort Portal nachholen. So blieb uns nichts anderes übrig als dem Mann zu vertrauen und so fuhren wir wieder los.
Als wir den Kibale National Park erreicht hatten, fing es wieder an stark zu regnen. So stark, dass wir kaum mehr die Strasse vor uns richtig wahrnehmen konnten. Mit langsamer und vorsichtiger Fahrweise erreichten wir am späteren Nachmittag Fort Portal und steuerten dort die nächste Total Tankstelle an, wo sich auch eine Reifen-Repair Station befand. Hier war alles ziemlich hektisch, wild und durcheinander. Nach einigen Schwierigkeiten bei der Verständigung mit den Jungs und unter strömenden Regen – welcher nur mich zu stören schien – bekam der Reifen dann doch mal Luft. So ganz dicht schien er aber trotz Reparatur doch nicht zu sein, jedenfalls waren bei dem Loch einige Luftbläschen zu sehen. Ein Ersatzreifen des gleichen Typs gab es hier aber auch nicht zu kriegen. Die Jungs meinten, wenn überhaupt, dann gibt es diesen Gummi nur in Kampala.
Weil es auch schon wieder spät wurde, fuhren wir dann weiter Richtung Kibale National Park beziehungsweise zu unserem Camp für die Übernachtung (Chimp’s Nest am Südrand des Parks). Die Strecke die noch vor uns lag war gelinde gesagt schrecklich. Schlaglöcher am Laufmeter und die Strasse war vom Regen schon total aufgeweicht. Zudem waren überall auf dieser schmalen Gravel-/Lehmstrasse Menschen zu Fuss und auf dem Fahrrad unterwegs. Immer musste ich schauen, dass ich diese Leute nicht anspritzte mit Wasser aus den Pfützen. Ich hätte sonst ein sehr, sehr schlechtes Gewissen gehabt, hatten viele doch perlweisse Kleider an. Daher kamen wir nur langsam vorwärts. Um zirka 17:30 Uhr kamen wir dann endlich beim Camp an. Wir waren wieder einmal die einzigen Gäste, bekamen somit auch ohne Probleme eine Camp Site für die Nacht. Ein Mitarbeiter zeigte uns die Stellplätze und die Sanitäranlagen. Als wir zurückkamen, bemerkten wir einen unangenehmen Gestank beim/im Wagen. Die Strassenverhältnisse waren für den Plastik Kanister mit dem Paraffin anscheinend zu viel, denn er leckte nun oben am Verschluss. Nun musste ich irgendwie das ganze Paraffin-Wasser Gemisch hinten aus dem Wagen herausputzen. Irgendwie gibt es motivierendere Aktivitäten in den Ferien. Alida hatte währenddessen auch noch unserem Vermieter angerufen um nachzufragen, was wir wegen dem defekten Reifen machen sollen. Er meinte, dass wir einfach mit dem Ersatzreifen weiterfahren sollen, dies solle kein Problem sein. Wir hätten ja nun immer noch einen weiteren Ersatzreifen. :-) Ich war heute sowieso beeindruckt, was der Wagen so alles wegstecken kann/muss und wie gut wir zum Beispiel die Anfahrt zum Camp hochgekommen waren. Ich hatte ja schon etwas Bedenken als ich den Weg vor mir sah, aber sogar mit Normalantrieb ging der Wagen wunderbar durch den Matsch und die Steigung hoch.
Das Camp selber liegt am Rande des Kibale National Park. Die Zufahrt zum Camp ist meines Erachtens nur mit einem erhöhten Geländewagen zu meistern, wohl insbesondere auch wenn es wie bei uns geregnet hat oder gerade regnet. Die Camp Site ist recht abschüssig, ist also mit Dachzelt nicht unbedingt empfehlenswert. Da wir ja alleine waren, konnten wir so immerhin den besten/flachsten Stellplatz aussuchen. Die Sanitäranlagen sind heruntergekommen beziehungsweise waren nicht gepflegt. Warmwasser für das Duschen wurde für uns aber bereitgestellt. Die Duschen schienen ein Eldorado für Spinnen und andere Kriechtiere zu sein. Unter anderem hatte es eine riesige schwarze Spinne, die es sich in einem der Duschköpfe gemütlich gemacht hatte. Zum guten Glück hatte Alida vorher die Dusche abgecheckt, sonst wäre ihr die Spinne beim Wasser anlassen wohl auf den Kopf gefallen. Der Trampelpfad zu den Sanitäranlagen war ziemlich zugewachsen mit hohem Gras so dass man regelrecht geduckt gehen musste.
Ein langer Tag ging zu Ende, wir waren wieder viel gefahren und am Nachmittag/Abend hatte es wieder geregnet, was uns schon ein wenig auf das Gemüt schlug. Gegen 21:30 Uhr haben wir uns frisch geduscht ins Zelt verkrochen. Für den nächsten Tag stand etwas Besonderes auf dem Programm. Es wurde Zeit für das Schimpansen Tracking/Trekking, auf welches wir schon sehr gespannt waren.
Kleiner Nachtrag zu diesem Reisetag: Heute sahen wir in einem Kaff irgendwo im nirgendwo einen „splitter faser“ nackten Mann neben der Strasse laufen. Wir konnten zuerst unseren Augen kaum trauen aber es war wirklich so. Im totalen Gegensatz dazu, sahen wir etwas später wieder einen Mann mit dem kleinen Unterschied, dass sich dieser perfekt in Schale geworfen hatte und sogar einen Aktenkoffer mit sich trug. Dass musste dann wohl der Versicherungsvertreter für diese Region sein :-)[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Kenia-Uganda-2011-09″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Kenia-Uganda-2011-09″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“287″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1453066567017-ad8e34fc-6432-6″ include=“3114, 3170, 3174, 3177″][/vc_column][/vc_row]