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Auf dem Lake Baringo zu den Schreiseeadlern und eine Wanderung durch den Busch mit Skorpionen, Schlange und Klippschliefer
[/blockquote][vc_column_text]Für den heutigen Morgen hatten wir am Vortag eine Bootstour über das Camp gebucht. Bereits um 07:00 Uhr wurden wir direkt bei der Camp Site abgeholt und fuhren bei prächtigem Wetter los. Wir waren die einzigen die diese Bootstour gebucht hatten. Kurz nach dem Ablegen sahen wir auch schon die ersten Nilpferde, wobei uns ein Männchen auch gleich sein überaus mächtiges Maul zeigte. Weiter ging es mit einigen Vögeln die vor meiner Kamera posierten. Insbesondere die verschiedenen Eisvogelarten können mich jeweils entzücken, sind aber leider äusserst schwierig zu fotografieren. Wir fuhren weiter in südlicher Richtung und am Ufer entlang. Unser Guide erklärte/erzählte uns einiges Wissenswertes über den See und auch über die Region und Menschen die hier lebten. Etwas später sahen wir dann auch die ersten Schreiseeadler. Es war ein Pärchen welches auf einem abgestorbenen Baum sass. Unser Guide fragte uns, ob wir die Adler füttern und versuchen möchten, einige Fotos von der Fangszene zu machen. Da ich dies schon immer mal machen wollte und einmal die Tiere in Aktion sehen wollte, war die Antwort klar.
Zuerst mussten aber Fische für das Füttern her. Unser Guide fuhr daher zu einem Fischer in einem kleinen Balsaholz-Boot auf dem offenen See. Wir kauften total vier Fische für insgesamt 400 KES (ca. 4 Schweizer Franken) und gaben noch etwas Trinkgeld obendrauf. Für den Fischer war dies sicherlich ein gutes Geschäft da er beim Verkauf der Fische auf dem Markt weniger erhalten würde. (Natürlich gibt es zu dieser „Touristenattraktion“ Pros und Kontras).
Nach dem Einkauf fuhren wir wieder zurück zu den beiden Schreiseeadlern welche immer noch auf dem Baum thronten. Unser Guide stoppte das Boot und warf den ersten Fisch ins Wasser. Sofort startete einer der Adler und wir versuchten die Fangszene in den Kasten zu kriegen. Einen Augenblick später war aber auch schon alles vorbei, der Adler hatte zugegriffen und wir daneben. Alles ging unglaublich schnell und stellte sich als schwieriger heraus als gedacht. Macht nichts, wir hatten ja noch drei Fische. Der Nächste war schnell im Wasser, jedoch machte uns der zweite Adler einen Strich durch die Rechnung da er zuerst den Fisch nur überflog, relativ abrupt kehrt machte und dann von der anderen Seite her den Fisch aufgriff. Schon wieder nichts. Jetzt noch zwei weitere Chancen, aber diese Schreiseeadler waren nun schon bedient und wollten nicht mehr zugreifen. Wir mussten uns also andere Models suchen.
Unser Guide fuhr dann weiter auf den See hinaus zu einer kleinen Insel. Dort warteten wir und lauschten, ob wir die typischen Schreie der Schreiseeadler vernehmen konnten. Es war aber alles ruhig. Der Guide erzählte uns dann, dass auf dieser kleinen Insel ein Mann mit seinen vier Frauen lebt, mit welchen er total 28 Kinder gezeugt hatte. Ich sah mir die Insel so an und überlegte mir, wie man auf diesem kargen Eiland als Mann 32 Familienmitglieder ernähren kann. Diese Frage wird für mich wohl für immer unbeantwortet bleiben. Kurz darauf sah ich eine schnelle Bewegung bei einem weiter entfernten Baum. Durch die Kamera konnte ich erkennen, dass sich tatsächlich ein Adler uns genähert hatte. Und wenige Augenblicke später waren es sogar zwei. Unser Fotoshooting konnte also weitergehen.
Unser Guide warf den dritten Fisch ins Wasser und wir warteten gespannt auf den Anflug, aber nichts geschah. Waren die Adler nicht hungrig? Der Guide warf darauf den vierten Fisch ins Wasser. Und tatsächlich, einer der Adler startete und war im Anflug. Wir konzentrierten uns auf den zuletzt geworfenen Fisch. Wir wurden aber klassisch ausgetrickst, denn der Adler griff den zuerst geworfenen Fisch auf. Schon wieder nichts. Und dann ging alles sehr schnell, denn der zweite Adler war auch schon im Anflug auf den letzten Fisch. Wir konnten einige Fotos machen, jedoch nicht ganz so wie ich mir das vorgestellt hatte. Trotzdem hatte sich das Ganze für uns gelohnt, denn die Schreiseeadler so hautnah beim „fischen“ zu sehen ist beeindruckend und spektakulär. Die Bootstour war damit eigentlich auch vorbei, denn die gebuchten zwei Stunden vergingen wie im Flug. Wir fuhren also zurück Richtung Camp und sahen noch einige Reiher im Schilf.
Zurück auf der Camp Site genossen wir danach den schönen Mittag und relaxten ein wenig. Einmal ging ich direkt zum Seeufer (Schilfbestanden) um nach Eisvögel Ausschau zu halten. Dabei schreckte ich einen grossen Nilwaran auf, welcher sich sehr gut getarnt hatte und bewegungslos eigentlich nicht zu sehen war. Ich schaute mich am Ufer und im Schilf noch etwas genauer um. Da lag weiter direkt vor mir ein grosses Krokodil im Wasser und fixierte mich mit den Augen. Und zur Rechten war im Schilf auch noch ein Nilpferd am Dösen. Schon erstaunlich, was sich in unmittelbarer Nähe zu unserer Camp Sites alles für (grössere) Tiere aufhielten und dabei trotzdem nur mit genauem Hinsehen zu erkennen waren.
Für den Nachmittag hatten wir auch noch einen sogenannten Nature-Walk gebucht. Auch auf diese Tour waren wir alleine und starteten wieder direkt beim Camp mit unserem Guide. Zuerst führte unser Weg durch das kleine Dörfchen, aber gleich dahinter ging es ab in den Busch. Auf schmalen Pfaden umsäumt mit Dornbüschen ging es voran. Unterwegs trafen wir auf einige Frauen und Kinder. Unser Guide erzählte uns einiges über die Pflanzen in dieser Gegend. Sehr interessant fand ich dabei eine unscheinbare, niedrige Pflanze mit kleinen rundlichen Blättern. Die Einheimischen verreiben diese Blätter zuerst in der Hand und danach wird das Ganze auf die Haut aufgetragen. So angewendet, soll dies einen guten Schutz gegen die Stechmücken bieten und ist obendrein kostenlos. Etwas später drehte unser Guide wahllos einige grössere Steine neben dem Weg um. Unter einem kam eine kleine Giftschlange (Viper) zum Vorschein, welche ihren Unmut über die Störung mit Zischlauten und diversen Versuche uns zu beissen kundtat. Glücklicherweise gingen alle Beissversuche ins leere, waren aber wohl auch eher „Schau“ um uns zu vertreiben. Soviel ich weiss, vergeuden die meisten Giftschlangen ihr Gift nicht sinnlos sondern sparen es lieber für richtige Beute auf. Wir respektierten aber, dass die Viper lieber in Ruhe gelassen werden wollte und gingen weiter. Unser Guide drehte etwas später einige andere Steine um und schaute drunter. Es ging nicht lange, da konnte er uns ein Skorpion präsentieren. Etwas später auch noch ein zweites einer anderen Art, bei welchem sogar noch kleine Baby-Skorpione mit unter dem Stein waren. Schon toll gleich auf so was zu treffen.
Die Tour führte uns weiter auf ein Hochplateau, wo wir ein wenig verweilten und einen schönen Blick über die Region des Lake Baringo genossen. Am Horizont zogen wieder einige Gewitterwolken auf, welche auch die untergehende Sonne verdeckten. Für uns das Zeichen, dass wir langsam wieder aufbrechen mussten. Auf dem Rückweg sahen wir viele Klippschliefer, die sich zwischen den Felsen und Steinen sichtlich wohl fühlten und hier anscheinend prächtig vermehrt hatten. Gegen 18:00 Uhr kamen wir wieder beim Camp an. Die Tour hatte uns sehr gut gefallen, erhielten wir doch einen tollen Eindruck wie es hier im Busch ist und sahen auch, wie die Leute hier leben. Wir hatten total zirka 5.5 Kilometer zurückgelegt, was wir aber unterwegs als weniger empfunden hatten. Wir hatten auch einen tollen Guide mit welchem man sich super unterhalten konnte.
Als es dunkel wurde, genossen wir den Abend wieder gemütlich auf der Camp Site. Jedoch wurden wir zunehmend von immer mehr kleinen Mücken umschwirrt, welche jedoch nicht gross stachen aber durchaus lästig waren. Es wurden immer mehr, so dass wir uns schon sehr früh in unser Zelt zurückziehen mussten.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Kenia-Uganda-2011-06″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Kenia-Uganda-2011-06″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“284″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1453065027396-74a19f26-fcc4-6″ include=“3108, 3110, 3112, 3114″][/vc_column][/vc_row]