[vc_row parallax=“yes“][vc_column width=“2/3″][blockquote type=“blockquote_line“ width=“100%“]

Morgendlicher Game Drive im Lake Nakuru National Park, Paviane im Liebesrausch und versuchte Abzocke beim Lake Baringo

[/blockquote][vc_column_text]Noch vor dem Sonnenaufgang standen wir auf, wollten wir doch am Morgen noch auf einen Game Drive. Schnell waren wir abfahrtsbereit und entschieden uns, noch einmal in den südlichen Teil des Parks zu fahren. Unterwegs sahen wir wieder Unmengen von Pelikanen welche sich teilweise in grossen Gruppen ausserhalb des Wassers aufhielten. Ich nehme mal an, dass sie an Land geschlafen hatten!? Im südlichen Parkabschnitt sichteten wir natürlich wieder Breitmaulnashörner, teilweise auch mit Nachwuchs, diverse Giraffengruppen und viele andere Tiere. Ganz spektakuläre Sichtungen wie Löwen oder ein Leopard blieben uns aber verwehrt. Unsere Parkeintritte waren nur noch bis am Mittag gültig (24 Stunden), also mussten wir langsam aber sicher zurück zum Main Gate fahren. Gerade noch rechtzeitig und innerhalb der Frist fuhren wir aus dem Park heraus.

Da wir noch gar nichts gegessen hatten, machten wir auf dem Parkplatz beim Main Gate für ein spätes Frühstück eine Rast. Dort wimmelte es nur so von Pavianen und Meerkatzen welche zudem gar keine Scheu an den Tag legten und rotzfrech waren. Unsere Vorherrschaft für das Gebiet um unseren Wagen mussten wir uns zuerst erkämpfen. Danach konnten wir in Ruhe endlich etwas essen. Wir machten und noch einen frischen Kaffee und setzten uns auf einen Randstein neben unseren Wagen. Plötzlich näherte sich uns ein Pavianpärchen und blieben unvermittelt vor unserem Wagen stehen. Als wären wir gar nicht da, machten die beiden „Liebe“ miteinander was jedoch nur ein kurzer Spass war. Das Männchen schaute uns dabei dauernd an, was schon irgendwie komisch war. Was dachte er sich wohl dabei? Als sich das Weibchen verabschiedet hatte, kletterte das Männchen auf unser Auto hoch uns setzte sich auf unser Dachzelt. Wir dachten uns nichts Böses dabei und liessen ihn zuerst gewähren. Als wollte er uns etwas zurückzahlen für die anfängliche Vertreibung, fing er unvermittelt an auf unserem Dachzelt Wasser zu lösen. Alles lief über das Zelt, das Fenster und die Autotür auf den Boden. Wir dachten nur „mjam mjam“.

Nach diesem Intermezzo fuhren wir dann los und unser Tagesziel war nun der Lake Baringo. Wieder mussten wir durch Nakuru durch was jedoch gut ging. Richtung Norden ging die Fahrt über die Nakuru-Sigor Road (B4) welche in einem recht guten Zustand war. Einige Schlaglöcher konnten uns nicht aufhalten und zudem hatte es auch nur wenig Verkehr und praktisch keine Lastwagen. Die Strecke ist landschaftlich durchaus reizvoll und abwechslungsreich. Immer wieder fährt man durch kleine Dörfer und man sieht auch viele Plantagen (z.B. Ananas) links und rechts von der Strasse.

Am späteren Nachmittag erreichten wird dann eine Barriere kurz vor unserem Ziel. Wir sahen zuerst keinen Wärter und auch das Bürohäuschen war nicht besetzt. Doch kurz darauf kamen drei Männer verschiedenen Alters auf uns zu und begrüssten uns. Sie waren freundlich und offen. Sie erklärten uns, dass man eine Gebühr von Total 2’000 KES (2 Personen und Auto) bezahlen muss, wenn man weiter zum See fahren möchte. Alida fand das viel (umgerechnet ca. 20.- CHF) und ich überlegte irgendwie nicht richtig, da mich die Jungs zunehmend hartnäckig zutexteten. Sie wollten mir irgendwelche Unterkünfte aufschwatzen und priesen ihre Bootstouren als die Besten an usw. Weiter redeten sie auch schlecht über das Robert’s Camp, welches wir als unsere Unterkunft für die nächsten zwei Tage ausgesucht hatten. Irgendwie wurde mir die Situation zu viel und ich wollte einfach nur weg, daher bezahlten wir den geforderten Betrag. Dabei vergassen wir auch, dass wir noch gar keinen Beleg für die Gebühr erhalten hatten und uns auch nirgends registrieren/eintragen mussten.

Wir fuhren dann weiter zu dem besagten Robert’s Camp. Auch hier war es kein Problem eine Camp Site zu bekommen. Als sich unsere Aufregung etwas gelegt hatte, dämmerte uns langsam, dass wir wohl gerade abgezockt wurden. Dieser Preis konnte doch einfach nicht stimmen. Wir fragten daher beim Mann an der Camp Rezeption nach, welche Gebühr man offiziell bezahlen muss. Er nannte uns einen Preis von 500 KES (umgerechnet ca. 5.- CHF) für zwei Personen und Auto. Somit war klar, dass wir um 15.- CHF betrogen wurden. Für kenianische Verhältnisse ist das sehr viel Geld und wir ärgerten uns sehr darüber aber über uns selber noch mehr. Nach einem Telefonat mit der Managerin/Besitzerin des Camps gingen wir dann mit zwei ihrer Angestellten und ihrem Auto zu dem Gate zurück. Alleine hätten wir das schon wegen der Sprache und aus Gründen des Respektes wohl nicht geschafft. Als wir dort ankamen war keiner der Männer mehr dort, dafür ganz andere Männer und eine Frau im vorher verwaisten Bürohäuschen. Wir erklärten dort Mithilfe der Angestellten vom Camp die Sachlage, aber irgendwie wollte niemand so richtig das Ganze verstehen. Plötzlich viel mir ein Name einer der jungen Männer wieder in den Sinn, so wie er sich mir vorgestellt hatte. Der Name war anscheinend allen ein Begriff und dann wurde heftig diskutiert, worüber konnten wir aber nicht verstehen. Aber anscheinend wussten alle was zu tun war. Es hiess, wir sollen wieder ins Auto einsteigen. Ein Mann vom Gate (Anscheinend so was wie der Chef) fuhr auch mit uns mit. Wir fuhren zurück zu einer kleinen Häuseransammlung. Der Chef telefonierte kurz und ein älterer Mann der bei unserer Ankunft auch am Gate war, kam aus einem der Häuser. Die beiden wechselten einige heftigere Worte woraufhin der Mann 2’000 KES aus seiner Geldbörse herausholte und uns übergab. Wir fuhren danach wieder zum Gate zurück, registrierten uns und bezahlten den richtigen Betrag und erhielten auch die entsprechenden Belege.

Erleichtert kamen wir dann wieder zum Camp zurück. Im Grunde genommen ging es ja nicht direkt um das Geld, sondern eher darum, dass man auch als Tourist fair behandelt werden möchte. Zudem ist das „offizielle“ Geld welches an diesem Gate eingenommen wird für die Community bestimmt, so dass die ganze Dorfgemeinschaft etwas von den Touristen/Besuchern hat und nicht nur einzelne die beispielsweise ein Camp betreiben usw. Es schien aber auch, dass wir nicht die ersten waren denen so was passiert war. Beim zweiten Besuch am Gate viel mir nämlich eine Reklamationsbox auf die am Bürohäuschen hing. Zudem klang die Managerin des Robert’s Camp auch nicht wirklich überrascht, als ich ihr das Ganze erklärt hatte. Sie war eher wütend und aufgebracht.

Auf der Camp Site suchten wir uns einen geeigneten Stellplatz aus. Wir fanden eine gute Stelle nahe am See wo wir sogar einen Wasseranschluss hatten. Neben uns waren auch noch andere Gäste auf der Camp Site, aber vom Platz her war dies kein Problem. Zudem war auch eine grosse Schulklasse (High-School) etwas weiter weg am Campen. Unsere Befürchtungen, dass es dadurch etwas lauter werden würde, bewahrheiteten sich nicht. Die Infrastruktur des Robert’s Camp ist eher einfach gehalten. Warmwasser zum Duschen gab es bei uns nicht und ist wohl auch nicht vorgesehen. Bei den Toiletten handelt es sich um Plumpsklos. Jedoch hat es bei der Bar/Restaurant ein neueres Häuschen in welchem es schöne Toiletten mit Spülung hat. Dies haben wir aber erst später entdeckt.

Als die Sonne langsam unterging, zogen immer dichtere Wolken am Himmel vorbei. In der Ferne hörten wir Donner und sahen einige Blitze aus dem Himmel zucken. Das Gewitter zog aber glücklicherweise an uns vorbei und so verbrachten wir einen gemütlichen Abend bei sehr milden und angenehmen Temperaturen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Kenia-Uganda-2011-05″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Kenia-Uganda-2011-05″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“283″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1453064481290-48e432f4-3274-7″ include=“3132, 3108, 3110, 3112″][/vc_column][/vc_row]