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Einige Hundert Gnu’s beim River Crossing, Tüpfelhyänen blockieren die Piste und die Löwen Bande

[/blockquote][vc_column_text]Unseren letzten Tag in der Maasai Mara starteten wir früh, denn bereits um 05:15 Uhr riss uns der Wecker aus dem Schlaf. Es war noch dunkel aber wir wollten heute noch einmal alles unternehmen um einen Leoparden zu finden. Schnell hatten wir alles zusammengepackt und um 06:00 Uhr stand dann auch schon unser Guide bei uns auf dem Platz. Wir hatten ihn noch einmal für diesen morgendlichen Game Drive gebucht da er die Gegend gut kannte und Ideen hatte, wo sich die Leoparden aufhalten könnten. Wir fuhren wieder in den Musiara Sektor und dort eher gegen Norden in eine Region, wo wir bisher noch nie waren. Hier hatte es einige Flussläufe welche aber alle fast ausgetrocknet waren. An diesem Morgen war es doch recht bewölkt und es sah irgendwie nach Regen aus. Die Tiere waren anscheinend auch noch nicht wirklich wach, jedenfalls waren unsere Sichtungen sehr rar und dann auch nur das Übliche (Gazellen, Gnu’s usw.).

Wir fuhren weiter an einem Flusslauf entlang bis wir plötzlich auf der anderen Seite eine grössere Herde von Gnu’s erspähten. Es waren geschätzte 400 Stück und anscheinend wollten sie an dieser Stelle auf unsere Flussseite wechseln. Es dauerte eine ganze Weile bis sich die Ersten überwinden konnten und losrannten. Gefahren in Form von Raubtieren konnten wir nicht erkennen, auch Wasser war hier nur wenig vorhanden. Jedoch waren die Gnu’s sichtlich angespannt und nervös, wahrscheinlich ein angeborener Instinkt beziehungsweise eine Erinnerung daran, dass ein River Crossing gefährlich sein kann. Kaum waren aber die Ersten gesund auf der anderen Seite angekommen, setzte sich die ganze Herde in Bewegung und ein Gnu nach dem Anderen wechselte die Seite. Als Belohnung gab es dann für die Meisten etwas zu trinken in einem kleinen Wassertümpel.

Danach ging unsere Suche nach einem Leoparden weiter, aber auch in dieser Gegend wurden wir trotz intensiver Suche nicht fündig. Über eine Hochebene fuhren wir wieder in Richtung Süden und plötzlich lag vor uns ein Rudel Tüpfelhyänen mitten auf der Piste. Sie sahen schlapp und müde aus und nahmen von unserer Ankunft kaum Notiz. Etwas weiter weg im Gras lagen die Überreste eines ausgewachsenen Gnu’s an welchem sich nun auch noch die Geier zu schaffen machten. Das war also das Frühstück der Tüpfelhyänen. Irgendwie sahen wir hier im Masai Mara National Reserve extrem viele Hyänen und es scheint eine sehr hohe Dichte dieser Raubtiere zu geben. Weiter oben auf der offenen Ebene fanden wir eine einzelne Löwin welche es sich auf einem Erdhügel gemütlich gemacht hatte. Auch für die Löwin waren wir nur eine Randnotiz, denn sie öffnete nur kurz und kaum die Augen. Weitere Löwen konnten wir nicht entdecken, obschon das Gelände an dieser Stelle sehr übersichtlich war.

Weiter ging es von der Hochebene runter zum Talek River wo wir nach Anweisung unseres Guides mehrere vielversprechende Stellen (insbesondere hohe Bäume) absuchten und dann auch den Talek River überquerten. Dies war aber gar nicht so einfach wie es sich anhört. Da ich nicht durch das Wasser fahren wollte weil nicht zu erkennen war wie tief es an dieser Stelle war, fuhr ich vorsichtig über einige Steinblöcke. Eigentlich hatten wir den Fluss schon passiert, da hingen wir aber irgendwie fest und es ging nicht mehr vorwärts. Ich nahm einen Augenschein vom Problem und stellte fest, dass wir mit einer Hinterradaufhängung auf einem hohen Felsblock aufgebockt waren. Ich hatte doch etwas Bedenken wegen dem danebenliegenden Tank und wollte diesen unter keinen Umständen beschädigen. Ganz vorsichtig konnten wir uns aber aus eigener Kraft aus dieser misslichen Lage befreien und glücklicherweise konnte ich danach auch keinerlei Schäden am Wagen feststellen. Leider waren die ganzen Bemühungen im Nachhinein gesehen auch vergebens, da wir auf dieser Seite des Flusses auch keinen Leoparden zu sehen bekamen. So überquerten wir den Talek River wieder bei einem anderen Übergang wo das Terrain etwas einfacher aussah. Fahrtechnisch war es hier aber eher sogar anspruchsvoller, insbesondere weil einige Passagen ziemlich eng waren oder unser Wagen eben etwas zu lang. Zudem hatte es überall noch spitze und scharfkantige Steine welche drohten, unsere Reifen auf der Seite aufzuschlitzen. Wir erklommen aber auch hier ohne Schäden die Uferböschung und fuhren weiter in Richtung Norden und vom Fluss weg.

Es dauerte nicht lange und wir trafen schon wieder auf Löwen. Gleich vier ausgewachsene Männchen, mit stattlichen Mähnen und beachtlicher Grösse lagen direkt am Wegesrand neben einem kleinen Büschchen in Bonsai Form. Unser Guide meinte, dass diese Männchen aus dem Serengeti National Park (Tansania) in das Masai Mara National Reserve eingewandert waren und sich also nun schon weit im Norden aufhielten. Am Morgen erzählte uns ein Fahrer einer Lodge auch, dass wahrscheinlich genau diese Männchen ein ausgewachsenes Flusspferd erlegt hatten. Was ich gedanklich zuerst als Mär abgetan hatte, könnte aber doch die Wahrheit sein wenn man diese Männchen gesehen hat. Zudem bemerkte ich, dass eines der Männchen an einem Hinterlauf verletzt war und etwas humpelte. Eventuell eine Verletzung von Kampf mit dem Flusspferd. Mir kam nun auch wieder die Tierdokumentation (Film) in den Sinn welche ich auf dem Hinflug nach Kenia angeschaut hatte. Darin war die Handlung auch von vier Löwen Männchen die aus der Serengeti eingewandert waren. Hatten wir hier etwa die gleichen Löwen vor uns?

Ansonsten war wie üblich bei Löwen (bei Tage) nicht viel los und dösen war angesagt. Also fuhren wir weiter und wollten nun noch nach Geparden Ausschau halten, fanden aber keine. Dafür einige Maasai Giraffen, Hyänen und das Übliche. Gegen Mittag kehrten wir auf unsere Camp Site zurück wo wir etwas zu Mittag assen.

Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten packten wir alles zusammen und fuhren zum Talek Gate. Wir wollten heute noch durch das Masai Mara National Reserve bis zum Sekenani Gate weiterfahren, wo wir auch irgendwo übernachten wollten. Wir fuhren langsam, war dies doch unser letzter Game Drive auf dieser Reise. Wir entdeckten noch einen Schabrackenschakal welcher sich sehr gut im Gebüsch versteckt hatte und etwas schlief. Dann sogar noch einmal eine Löwin welche sich auch in die Büsche verzogen hatte und nur kurz denn Kopf rausstreckte um nach uns zu sehen. Sonst war in der Gegend um das Sekenani Gate nicht mehr viel los, nur einige Giraffen, Zebras und Gnu’s kreuzten noch unseren Weg. Gegen 16:00 Uhr erreichten wir das Gate und verliessen definitiv die Maasai Mara. Wir suchten uns eine Camp Site kurz nach Gate und fanden das Spurwinds Camp & Camp Site welches als erstes auf dem steinigen Nebenweg beim Dorf lag. Wir wurden sehr freundlich empfangen und entschlossen uns hier zu übernachten. Toiletten mit Spülung sowie Duschen mit Warmwasser standen zur Verfügung. Nur für das Dachzelt wurde es wieder etwas schwieriger einen einigermassen geraden Untergrund zu finden. Danach machten wir uns sogleich daran, den Wagen und unser Gepäck für die morgige Wagenrückgabe vorzubereiten. Einiges musste wieder umgestellt und in die richtigen Behältnisse umgeladen werden. Alles was wir für unseren letzten Reisetag nicht mehr benötigten (insbesondere einige Essensvorräte) verschenken wir an die Männer im Camp.

Als die Arbeit getan war, bereiteten wir uns ein gutes Nachtessen zu und genossen dieses zusammen mit unseren letzten Weinreserven. Den Abend verbrachten wir dann gemütlich auf unserer Camp Site bis leichter Regen einsetzte. Da wir eh müde waren zogen wir uns ins Zelt zurück. Um uns herum in den Bäumen zwitscherten Fledermäuse wie Singvögel und ganz in der Nähe trötete auch noch ein Elefant. Hier werden wir einen gute letzte Nacht verbringen. :-)[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Kenia-Uganda-2011-21″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Kenia-Uganda-2011-21″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“299″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1453069891845-07794aa7-6e4f-10″ include=“3222, 2330, 2356, 2371″][/vc_column][/vc_row]