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Im undurchdringlichen Wald des Bwindi National Park auf der Suche nach den Berggorillas

[/blockquote][vc_column_text]Auf den heutigen Tag hatten wir schon lange hingefiebert, sollte heute doch unser Gorilla Tracking/Trekking stattfinden. Wir standen zeitig auf und packten alles zusammen. In der Nacht hatte es zum Glück nicht mehr geregnet, es war aber immer noch empfindlich kühl. Um 07:30 Uhr mussten wir beim UWA Office am Ruhija Parkgate sein. Bis dorthin war es nur eine kurze Strecke und so waren wir überpünktlich dort. Wir meldeten uns im Büro, jedoch konnte beziehungsweise wollte der Warden mit uns noch nicht viel anfangen. Er schickte uns vorerst noch mal nach draussen, wir sollen doch die Informationstafeln zu den Gorillas und zum Bwindi Impenetrable National Park lesen gehen. Eine viertel Stunde später wurden wir dann wieder in das Büro gebeten und konnten uns registrieren. Mit unseren Permits war auch hier alles in Ordnung. Danach konnten wir wieder nach draussen gehen und durften wieder warten. Um zirka 08:15 Uhr war dann anscheinend alles bereit und wir wurden in ein kleines Häuschen wo die Informationstafeln hingen, zum Breefing gebeten. Ein weiblicher Ranger erklärte uns die Verhaltensregeln bezüglich des Tracking/Trekkings und wie der ganze Ablauf wäre. Zu unserem Erstaunen waren wir zwei die einzigen die heute zu der Oruzogo Gruppe wollten, durften oder konnten.

Es war schon fast 08:30 Uhr als es dann definitiv losging. Wir fuhren mit unserem eigenen Wagen los, mit dabei hatten wir die Rangerin und einen weiteren Ranger mit einer Kalaschnikow. Irgendwie ein komisches Gefühl. Vom Gate aus fuhren wir zirka eine halbe Stunde nordwärts und erreichten den Startpunkt für das Gorilla Tracking/Trekking. Dort standen schon mehrere Männer bereit welche gegen ein Entgelt anboten, unsere Rücksäcke zu schleppen und auch auf den Wagen aufzupassen. Für den Wagenaufpasser mussten wir 15’000 UGX bezahlen und wir nahmen auch einen Träger, welcher uns 45’000 UGX kosten sollte. Meinen Kamerarucksack wollte ich aber selber schleppen, dass Meiste hatte ich eh schon rausgenommen um das Gewicht zu reduzieren. Nachdem alles geklärt war und alle bereit waren, ging es los. Total waren wir mit uns gerechnet nun 6 Personen.

Wir stachen direkt in den Wald hinein, vorab ging ein zusätzlicher Mann mit einer Machete und machte uns den Weg frei. Das Gelände war hier schon recht steil aber die Vegetation noch nicht so dicht. Ich fand es so bergab noch recht easy. Das Gelände wurde aber praktisch mit jedem Schritt steiler und der Boden auch immer feuchter und somit rutschiger. Auch die Vegetation nahm zusehends immer mehr zu, so dass wir bald den Boden nicht mehr sehen konnten. Alles war überwachsen und überwuchert. Nach zirka einer halben Stunde erreichten wir dann die Talsohle. Die Vegetation bildete hier praktisch eine Wand, so dass sich der Mann mit der Machete tüchtig ins Zeug legen musste um uns eine Schneise ins Unterholz schlagen zu können.

Wir liefen nun an einem kleinen Bach entlang – die Wanderschuhe hielten glücklicherweise dicht – bis wir nach einer Weile auf zwei weitere Spurenleser trafen. Für uns war dies nun ein untrügliches Zeichen, dass wir fast am Ziel sein mussten. Wir gingen noch ein wenig weiter und dann hiess es auch schon, dass wir unsere Rucksäcke hier zurücklassen und nur noch das Nötigste mitnehmen sollen. Unsere Nervosität stieg nun schon ein wenig, wir tranken noch schnell etwas Wasser und dann ging es los. Die Sonne strahlte jetzt zwischen den Baumwipfeln durch und die Luftfeuchtigkeit ging wohl gegen 100%. Jedenfalls waren wir schon ordentlich durchgeschwitzt. Vorsichtig folgten wir den Rangern und hörten plötzlich ganz in der Nähe ein Rascheln im Unterholz. Da war er, unser erster Gorilla in freier Wildbahn. Zuerst konnten wir ihn nicht richtig sehen da so viel Gebüsch noch zwischen uns war. In seiner Kuhle war er gemütlich am Blätter fressen und nahm kaum Notiz von unserer Anwesenheit. Die Spurensucher ermöglichten uns vorsichtig ein besseres Sichtfeld. Vor uns hatten wir ein zirka 13 Jahre altes Männchen, einen sogenannten Schwarzrücken/Black Back. Er war eine überaus stattliche Erscheinung und liess sich von uns absolut nicht ablenken und frass weiter Blätter. Nach zirka 10 Minuten hatte er aber dann anscheinend doch genug von unserer Gesellschaft und lief in das Dickicht. Wir hatten keine Chance ihm zu folgen und gingen dann einen anderen Weg weiter.

Bald darauf stiessen wir auf drei weitere Männchen welche auch alle mit Fressen beschäftigt waren. Einer machte sich gerade genüsslich über Pilze von einem Baum her und brach sich immer wieder ein neues Stück ab. Einige Zeit hatten wir dann sogar fast freie Sicht auf dieses Männchen. Zuweilen stellte er sich auf die Hinterbeine um neue Pilze von hoch oben zu holen und wir konnten so die unglaubliche Grösse dieser Tiere bestaunen.

Die Ranger meinten nach einer Weile, dass wir mit etwas Glück noch ein Weibchen mit einem zirka 3 Wochen alten Jungen sehen könnten. Also gingen wir weiter und trafen sogar auf mehrere Weibchen, alle hatten Nachwuchs in unterschiedlichem Alter. Jedoch hielten die Weibchen mehr Distanz vor uns und gingen weg, sobald wir näher kamen. So hatten wir keine Chance die Weibchen und deren Nachwuchs aus der Nähe zu sehen. Damit war dann leider die erlaubte Stunde bei den Gorillas auch schon zu Ende und wir mussten gehen.

Gerade als wir abdrehten, kletterte doch tatsächlich noch ein junger Gorilla auf einen Baum und zeigte sich uns so noch schnell. Wir konnten uns über den Anblick aber nur kurz freuen, denn die Ranger blieben hart und hielten an der Zeitlimite fest.

Wir kamen zu unseren Rucksäcken zurück und mussten zuerst etwas Wasser trinken. Erst jetzt realisierten wir richtig, wie heiss es unterdessen im Wald war und wir fühlten uns schon recht ausgelaugt. Das Gelände war äusserst anspruchsvoll, da steil, rutschig und total mit Pflanzen überwachsen. Nun stand aber noch der Aufstieg zurück zu unserem Wagen an. Kurz gesagt, es kam einer Tortur gleich. Der Aufstieg war unglaublich hart und die Spurenleser legten ein horrendes Tempo vor. Es war nicht einfach ihnen zu folgen. Immer wieder rutschte man auf dem matschigen Boden aus und ein Schritt musste man mehrfach machen. Einmal stürzte sogar noch ein alter und morscher Baum um, welcher direkt auf Alida landete. Alles ging so schnell, aber glücklicherweise war nichts passiert. Für den Aufstieg benötigten wir zirka 1 Stunde ohne gross Pausen zu machen. Nur zwei Mal hielten wir an um kurz etwas zu trinken.

Glücklich und zufrieden, aber auch puddelnass und erschöpft erreichten wir endlich die Strasse und zielgenau unseren Wagen. Wir bezahlten den Träger und den Parkwächter und fuhren in etwa einer halben Stunde zurück zum Ruhija Gate. Dort angekommen erhielten wir unsere Zertifikate, welche den Besuch bei den Gorillas bestätigen. Das Gorilla Tracking/Trekking war somit offiziell beendet. Für uns war der Besuch bei den Gorillas ein unglaubliches Erlebnis. Wir waren den Tieren sehr nahe, konnten sie in ihrem natürlichen Lebensraum sehen und erleben. Alles war sehr bedächtig und friedlich, keine Aufregung und eine gefühlte heile Welt. Die Oruzogo Gruppe welche wir besuchen durften wurde erst vor kurzem habituiert und umfasste gemäss Angaben der Ranger 23 Individuen.

Gegen 13:30 Uhr fuhren wir dann wieder den schon bekannten Weg zurück zum Lake Bunyonyi. Die lange Fahrt auf der Piste in Richtung Teerstrasse bewältigten wir dieses Mal etwas schneller. Am Himmel zogen bedrohlich wirkende Gewitterwolken auf und wir wollten unbedingt vor dem Regen die Teerstrasse erreichen. Gegen 16:00 Uhr erreichten wir das Lake Bunyonyi Overland Resort wo wir wieder übernachteten. Hier war das Wetter erstaunlicherweise besser und so konnten wir den Tag gemütlich ausklingen lassen und uns von den heutigen Strapazen erholen. Am späteren Abend bestätigte sich auch noch, was wir schon länger vermutet hatten. Als ich eine Hintertüre beim Wagen öffnete huschte doch tatsächlich flink eine Maus heraus. Der Blinde Passagier musste schon länger im Wagen mitgefahren sein, hatten wir doch immer wieder angefressene Bananen vorgefunden und hörten auch ab und zu ein leises Rascheln :-)[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Kenia-Uganda-2011-14″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Kenia-Uganda-2011-14,Madagaskar-2012-02″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“292″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1452950447655-4a835d23-1a82-7″ include=“3208, 3210, 3212, 3214″][/vc_column][/vc_row]