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Enttäuschter Rückzug beim Queen Elizabeth National Park, Änderung unserer Reiseplanung mit Fahrt bis zum Lake Mburo
[/blockquote][vc_column_text]Am heutigen Tag stand die Fahrt zum Queen Elizabeth National Park auf dem Programm. Die Distanz bis dorthin war im Vergleich zu den letzten Tagen doch eher klein und so konnten wir diesen Tag etwas gemütlicher angehen lassen. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit der wärmenden Sonne im Rücken, fuhren wir gegen 09:00 Uhr los. Wir entschieden uns, einen anderen Weg als auf der Anfahrt am Vortag zu nehmen. Dieser führte uns in Richtung Süden und direkt auf die Hauptstrasse nach Kasese. Perfekt, so konnten wir uns den Umweg über Fort Portal sparen. Wir kamen sehr gut vorwärts, Strasse gut und kaum Verkehr.
In Kasese angekommen konnten wir tanken, unsere Wasservorräte aufstocken und auch etwas Geld bei der Barclays Bank abheben. Bei der Shell-Tankstelle wollten wir auch noch die Luft in den Reifen kontrollieren und nachfüllen lassen. Als wir uns nach dem Preis erkundigten, nannte man uns den astronomischen Preis (für ugandische Verhältnisse) von 10’000 UGX. Wir boten dem jungen Mann dann 3’000 UGX an, er meinte aber, er wolle zuerst mal schauen wie viel Luft man pumpen müsse. Eifrig wollte er sich schon ans Werk machen und ich musste mich Ihm regelrecht in den Weg stellen, denn wir wollten zuerst den Preis geklärt haben. Wir boten nun noch 5’000 UGX an, oder wir würden weiterfahren. Er zeigte aber gar kein Entgegenkommen, also zogen wir unverrichteter Dinge wieder weiter. In Kasese mangelte es aber nicht an Tankstellen, also hielten wir einfach bei der nächsten an und fragten wieder nach Luft. Dort folgte eigentlich das gleiche Spielchen mit dem gleichen Anfangspreis, nur fanden wir uns hier bei 3’000 UGX für alle vier Reifen. Danach ging es endlich weiter in Richtung Queen Elizabeth National Park welchen wir um die Mittagszeit herum erreichten. Unterwegs querten wir auch noch den Äquator und waren nun wieder auf der Südhalbkugel.
Beim Park Gate angekommen, wollten wir die Gebühren für die zwei geplanten Tage im Park entrichten. Als der Warden uns dafür den Preis nannte, traf uns jedoch fast der Schlag. Wir hätten alleine für den Wagen 150.- USD pro Tag bezahlen müssen. Grund dafür war unsere Wagengrösse und insbesondere auch, weil wir kenianische Nummernschilder hatten. Pro Tag hätten wir dann auch noch pro Person 35.- USD bezahlen müssen und auch noch die Gebühren für eine Camp Site. Wir empfanden die Gebühren als überrissen und entschieden uns, dass wir den Queen Elizabeth National Park auslassen würden.
Also fuhren wir wieder weiter, unser Ziel war nun der Lake Bunyonyi im Süden von Uganda. Dies bedeutete aber nun eine lange Fahrt und es war auch nicht sicher, ob wir es bis dorthin noch vor der Dunkelheit schaffen würden, versuchten es aber trotzdem. Die Gegend um den Queen Elizabeth National Park gefiel uns sehr gut, wir fuhren durch hügeliges Gebiet und passierten viele kleine Dörfer. Auf der geteerten Strasse kamen wir zügig vorwärts, jedoch musste unser Wagen bei den vielen Steigungen schon ein wenig kämpfen. Kurz vor Ishaka trat das unvermeidliche wieder ein. Der Himmel öffnete alle Schleusen und sintflutartige Regenfälle prassten auf uns nieder. In Ishaka angekommen, wussten wir nicht mehr genau wie weiter. Prompt erwischten wir den falschen Weg und fanden uns plötzlich auf einer Gravel-/Lehmstrassen der übelsten Sorte wieder. Schlaglöcher waren in der Anzahl häufiger als flacher Boden und zudem stand noch alles unter Wasser. Ganze Bäche querten an manchen Stellen die Strasse. Uns wurde bewusst, dass wir unter diesen Umständen heute unser Ziel nie erreichen würden. Wir entschlossen uns daher, wieder umzukehren und einen anderen Weg Richtung Süden zu suchen. Zurück in Ishaka fanden wir eine Teerstrasse, die uns anscheinend nach Mbarara führen sollte. Dies bedeutete ein beträchtlicher Umweg da diese Strecke gegen Osten führt, dafür war die Strasse in einem recht guten Zustand.
Die Zeit lief uns langsam aber sicher davon und wir erkannten, dass wir die Strecke bis zum Lake Bunyonyi niemals schaffen würden. Also mussten wir wieder umplanen. Unser Tagesziel hiess nun Lake Mburo National Park. Bei einem kleinen Dorf Namens Sanga bogen wir auf eine Piste ein, welche uns zum gleichnamigen Park Gate führte. Die Piste präsentiere sich in einem akzeptablen Zustand, jedenfalls wenn man einen Geländewagen fährt. Es waren auch einige Wasserdurchfahrten auf dem Streckenprofil, alle aber problemlos zu bewältigen da nicht wirklich tief. Gegen 17:30 Uhr trafen wir dann endlich beim Park Gate ein. Auch hier wurden wir mit den gleichen Park Gebühren geschockt wie beim Queen Elizabeth National Park, jedoch rechneten wir dieses Mal schon damit. Wir hatten mangels Alternativen keine andere Wahl, als hier zu übernachten. Immerhin hatte hier der Officer/Warden (eine sehr freundliche Frau) etwas „Bedauern“ mit uns und kategorisierte unser Wagen etwas tiefer ein, so dass wir dafür „nur“ noch 100.- USD bezahlen mussten. :-)
Wir fuhren dann in den Park rein und weiter zum Rwonyo Rest Camp, wo sich das Hauptquartier befindet. Hier fragten wir nach für eine Camp Site, alles kein Problem, denn wir waren auch hier wieder die einzigen Camper weit und breit. Die Camp Site liegt direkt am See, aber ist eigentlich nur ein grosses Feld mit spärlichem Rasenbewuchs. Dafür umso einladender für einige Einheimische Jungs, hier noch etwas Fussball zum Sonnenuntergang zu spielen. Sie störten uns aber nicht, da es genügend Platz hatte und auch absehbar war, dass sie aufgrund fehlender Flutlichtanlage ihren Spielbetrieb auch einmal einstellen mussten. Zwischen uns und den Fussballern waren auch noch einige Warzenschweine gemütlich am Grasen. Die Sanitären Einrichtungen – darf man das überhaupt so nennen – waren unterste Schublade. Die Toiletten sind nichts weiter als ein Loch im Boden und einige Bretter drum herum. Na immerhin regnete es nun nicht mehr und sogar die Sonne zeigte sich noch kurz.
Wir bauten unser Nachtlager direkt am See auf und genossen gemütlich unser Nachtessen mit etwas Roséwein. Im Wasser tummelten sich viele Nilpferde/Flusspferde und als die Sonne langsam aber sicher hinter dem Horizont verschwand, kamen sie auch immer näher. Wir schauten uns etwas genauer um und konnten feststellen, dass wir vielleicht doch nicht so einen guten Lagerplatz ausgewählt hatten. Links und rechts von uns konnten wir kleine Trampelpfade feststellen, die direkt zum See führten oder besser gesagt, aus dem See heraus. Respektvoll verlagerten wir dann unseren Tisch etwas weiter weg vom See wo uns dann doch ein wenig wohler war. Die Flusspferde kamen nun ganz nahe ans Ufer, aber nicht an Land. Wahrscheinlich wollten sie sich nur einmal die komischen Gestallten am Land anschauen. Etwas später hörten wir noch zwei Mal Löwengebrüll in der Ferne, oder wünschten wir uns nur diesen Klang? Ich dachte aber bis dahin zu wissen, dass es im Lake Mburo National Park keine Löwen mehr gibt. Die Letzten von Tansania her eingewanderten Löwen wurden vor ein paar Jahren geschossen, gemäss meinen Lektüren. Waren etwa wieder neue Löwen eingewandert oder wurden sogar welche umgesiedelt? Nach einem gemütlichen Abend gingen wir gegen 10:00 Uhr zu Bett. In der Nacht kam recht starker Wind auf, ansonsten war die Nacht aber erholsam.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Kenia-Uganda-2011-11″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Kenia-Uganda-2011-11″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“289″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1452900997986-858e344d-44f2-3″ include=“3174, 3177, 3202, 3208″][/vc_column][/vc_row]