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Ausnahme-Zustand auf Ugandas Strassen wegen Fussball Länderspiel, ein Grenzwächter der mich piesackte und über Speed Humps bis zum Naiberi Overland Camp

[/blockquote][vc_column_text]Wir verbrachten eine angenehme Nacht im Dachzelt. Kurz vor dem Sonnenaufgang standen wir auf und erlebten kurz darauf wie die Sonne über dem Nil aufging. Leider war es aber stark bewölkt, so dass die Sonne schnell hinter dunklen Wolken verschwand. Wir gingen danach runter zum Nilufer, assen dort unser Frühstück und schauten den Fischern und diversen Vögeln zu. Danach packten wir wieder zusammen und fuhren bald darauf wieder los in Richtung Jinja. Dort mussten wir wieder den Staudamm passieren welcher zugleich als Brücke über den Nil dient. Wie lange der Damm wohl noch der Belastung standhalten wird?

Die Fahrt ging weiter in Richtung Malaba und der kenianischen Grenze. Erstaunlicherweise hatte es heute kaum Verkehr, praktisch keine Lastwagen weit und breit. Dementsprechend gut kamen wir vorwärts bis plötzlich auf uns ein Blaulicht mitten auf der Strasse zuraste. Alles ging sehr schnell und ich steuerte unseren Wagen reflexartig neben die Strasse und wir kamen zum Stillstand. Schon brauste ein Polizeiauto mit weit über Tempo 100 an uns vorbei, gefolgt von sechs grossen Überlandbussen und alle hatten vorne eine kenianische Nationalflagge am Kühlergrill angebracht. Aus den Fenstern wurden auch einige Fahnen geschwenkt. Uns dämmerte nun, wieso wir in Jinja einige Wagen und Personen gesehen hatten, die in farbiger Fan-Montur herumfuhren, sangen, tröteten und johlten. Anscheinend stand ein Länderspiel zwischen Uganda und Kenia auf dem Programm welches wohl im Nationalstadion in Kampala stattfinden sollte. (Dies wurde uns später von Einheimischen bestätigt. Es war ein Qualifikationsspiel zum Africa Cup und endete 0:0). Weitere solche Buskarawanen sollten später noch folgenden.

Gegen 11:20 Uhr erreichten wir dann den Grenzübergang in Malaba. Wir hatten aus dem Auto vorgängig schon unseren Guide vom ersten Grenzübertritt telefonisch kontaktiert. Er sollte uns wieder bei den Grenzformalitäten helfen und wie abgemacht stand er schon vor dem ugandischen Grenzposten bereit. Zu unserem Erstaunen lief dieses Mal alles sehr glatt ab. Ausser mit einem offiziellen Grenzwächter der an meinem Parkplatz vor einem Gebäude nicht so Gefallen finden wollte und mich daher mehrmals zurecht wies, wie er den Wagen den nun genau parkiert haben wollte, hatten wir keine Probleme. Nach nur 30 Minuten waren wir auch schon in Kenia. Wir bezahlten unseren Guide (1’000 KES und den Rest unserer UGX gaben wir als Trinkgeld) und fuhren weiter. In Malaba selber war wieder ein Chaos und daher staute sich der Verkehr auf, wir kamen aber trotzdem einigermassen rasch durch. Die Lastwagen in Richtung Uganda stauten sich an diesem Mittag auch schon wieder auf 5 km Länge. Mit den LKW Fahrern hatten wir schon ein wenig bedauern, denn die müssen Stundenlang auf die Grenzabfertigung warten.

Wir fuhren dann auf der Malaba-Mombasa Road (A104) in Richtung Süden weiter. Unterwegs gab es unzählige Police Checkpoints, alle waren aber absolut nicht an uns interessiert. Die Strasse war stellenweise in einem erbärmlichen Zustand, obschon an einigen Abschnitten Belagssanierungen in Arbeit waren. Die Spurrinnen der Lastwagen und das Wellblech im Belag waren stellenweise schon gigantisch. Dazu kamen auch noch die Speed Hump’s die einfach irgendwo auf der Strasse urplötzlich auftauchten. Signalisation aller Art kennt man in Kenia nicht wirklich was wir wegen Uganda etwas vergessen hatten. Uganda war diesbezüglich etwas fortschrittlicher.

Wir entschieden uns unterwegs, dass wir heute bis nach Eldoret, beziehungsweise noch ein kleines Stück weiter bis zum Naiberi Overland Camp fahren wollten. In Eldoret standen wir dann komplett im Stau. Zwei Lastwagen hatten in einer Strassensenke mächtig Probleme und blieben stehen. Dies reichte aus, um ein totales Chaos anzurichten. Anstelle etwas abzuwarten bis die Lastwagen herausgezogen werden konnten, mussten irgendwie alle links und rechts vordrängeln. Erwartungsgemäss ging dann eine Weile gar nichts mehr und jeder musste seinen Unmut mit einem lauten Hupkonzert kundtun. Die sprichwörtliche afrikanische Ruhe lassen die Einheimischen im Strassenverkehr total vermissen.

Nachdem wir Eldoret dann auch mal passiert hatten, bogen wir auf eine andere Strasse ein die uns direkt zum Naiberi Overland Camp führte. Unterwegs wieder gefühlte 1000 Speed Hump’s, ja, wegen denen war ich schon ein wenig angesäuert. Die Dinger sind nicht ganz ohne, wie auch ein uns entgegenkommender PKW-Fahrer erfahren musste. Anscheinend war der Fahrer ab dem Anblick unseres Wagens so angetan beziehungsweise dadurch abgelenkt, dass er einen Speed Hump übersehen hatte. Im Seitenspiegel konnte ich beobachten, wie der Wagen regelrecht durch die Luft flog und unter einem Funkenregen wieder auf dem Belag aufsetzte.

Wir erreichten das Camp und erhielten ohne Probleme einen Stellplatz. Kurze Zeit später trudelten dann aber auch schon zwei Overlander ein, der Camp Name ist also nicht ganz willkürlich gewählt. Für uns aber auch immer wieder ein Schauspiel sondergleichen, wenn sich dieses Menschengewirr an die Arbeit macht und die Zelte usw. aufbaut. Für uns ist es unergründlich gleich aus mehreren Aspekten, wie man auf diese Art und Weise überhaupt herumreisen kann und will. Aber die meisten Leute scheinen recht glücklich und zufrieden damit zu sein. Das Camp selber ist recht gross und aufwändig inszeniert. Es hat ein Restaurant und auch einige Bar’s und alles wurde ansprechend aufgebaut und dekoriert. Wer alleine und in Abgeschiedenheit sein möchte ist hier aber definitiv am falschen Platz, dafür findet man einen ansprechenden Komfort vor.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Kenia-Uganda-2011-16″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Kenia-Uganda-2011-16″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“294″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1452951364532-4eb2a6e3-68f3-9″ include=“3212, 3214, 3216, 3218″][/vc_column][/vc_row]