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Schlammiger Game Drive im Lake Mburo National Park und Weiterreise über hohe Pässe nach Kabale und zum Lake Bunyonyi

[/blockquote][vc_column_text]Wir starteten den neuen Tag etwas später als gewohnt und standen erst gegen 07:00 Uhr auf. Zu unserem Erstaunen war der Himmel komplett grau und wolkenverhangen. Die vergangenen Tage war es meistens immerhin am Morgen noch einigermassen schön und trocken. Die Regentropfen liessen sich glücklicherweise aber noch etwas Zeit. Nach einer heissen Tasse Kaffee ging ich ein wenig auf Fotopirsch, hatte ich doch am Seeufer einige Graufischer (Eisvögel) erspäht. Auch die Warzenschweine waren wieder am fressen und kamen zu unserem Erstaunen immer näher. Sie legten gar keine Scheu mehr an den Tag und liefen wenig später direkt neben uns herum und beschnüffelten alles was so herumlag.

Langsam aber sicher mussten wir aber aufbrechen, also packten wir für die Weiterfahrt alles zusammen. Wir fuhren los auf einen Game Drive und fuhren zuerst dem See entlang – jedenfalls war er hier irgendwo – konnten ihn aber wegen der dichten Vegetation nicht mehr sehen. Wir fuhren einen Loop der uns eigentlich wieder zum Hauptquartier führen sollte. Ab und zu hatte es einige Schlammgruben auf der Piste, welche augenscheinlich gerne von den Büffeln zum Suhlen genutzt wurden. In einer solchen Schlammgrube blieben wir dann kurze Zeit später auch prompt stecken. Wir hatten die Situation beziehungsweise die Tiefe und Matsch-Konsistenz doch ein wenig unterschätzt und fuhren auch nur mit normalem Antrieb. Nachdem wir den Allradantrieb zugeschaltet hatten, konnten wir uns aber wieder selber aus dem Schlamm befreien.

Der Game Drive konnte weitergehen, wurde aber kurz darauf schon wieder abrupt gestoppt. Nun standen wir vor einem beachtlichen See in welchem unsere Piste verschwand. Da nicht abzuschätzen war wie tief das Wasser hier stand, entschieden wir uns, wieder umzukehren und einen anderen Weg zu suchen. Wir wurden fündig und waren wieder in Richtung Hauptquartier unterwegs. Tiersichtungen auf dieser Strecke waren aber auch eher rar. Wir erspähten einige Antilopen, Wasserböcke, Zebras und sehr viele Warzenschweine, teilweise auch mit Nachwuchs. Gegen 11:00 Uhr fuhren wir dann beim Sanga Gate aus dem Park heraus und wie auf ein Kommando vielen auch schon wieder die ersten Regentropfen aus dem grauen Himmel.

Vor uns stand nun wieder die zirka 10 km lange Piste zurück auf die Teerstrasse. Irgendwie empfand ich an diesem Tag diese Strecke schlimmer als noch am Vortag. Aber vielleicht waren mir die viele Schlaglöcher und vom Regen ausgewaschenen Spurrinnen so kurz vor dem Ziel einfach nicht mehr aufgefallen. Jedenfalls kamen wir nur langsam vorwärts. Dafür waren wir hier anscheinend – wie vielerorts auch – für die Dorfgemeinschaften das Tageshighlight. Wir zogen mit unserem Wagen wieder mal alle Blicke auf uns, aber die vielen Kinder winkten uns zu und hatten ein Lachen im Gesicht. Aber auch das „Gimme, Gimme“ schien in dieser Gegend beliebt zu sein. Endlich erreichten wir die Teerstrasse wo wir wieder zügiger in Richtung Süden vorwärts kamen. Dieser Strassenabschnitt war in einem tadellosen Zustand und zudem hatte es auch nur wenig Verkehr. Dies änderte sich aber auch schon wieder kurz nachdem wir Mbarara hinter uns gelassen hatten. Die Strasse beziehungsweise die Fahrspur war nun relativ eng, da an den Seiten der Teer Belag weggebrochen/weggespült war. Ich musste mich nun sehr konzentrieren, da der Verkehr etwas dichter und draufgängerischer wurde, jedenfalls der Gegenverkehr. Insbesondere bei den Überlandbussen musste ich sehr vorsichtig sein und ab und zu einfach klein beigeben. Die Überlandbusse rasen scheinbar gleichgültig und ohne Rücksicht durch die Gegend. Beide Fahrspuren wurden beansprucht, daher stoppten wir meistens sogar am Strassenrand sobald sich ein Bus von vorne oder von hinten näherte.

Unser Weg führte uns weiter in recht hügeliges Gelände, wobei diese Gegend landschaftlich überaus reizvoll war. Bei einem kleinen Dorf machten wir einen kurzen Halt um einige Früchte einzukaufen. Die Marktstände waren hier sehr schön hergerichtet und neben den uns bekannten Gemüse- und Früchtesorten war auch einiges unbekanntes im Angebot. Alida kaufte leckere Baby Bananen und Avocados ein. Bezahlt hatte sie dafür 1500 UGX, was umgerechnet zirka 65 Rappen sind. Die beiden Avocados kosteten gerade mal 15 Rappen, die Bananen waren also regelrecht teuer. :-) Man bedenke, dass wir mit ziemlicher Sicherheit Touristenpreise bezahlt hatten und ohne gross zu handeln.

Danach fuhren wir weiter in Richtung Kabale. Die Strasse schlängelte sich nun immer weiter in die Berge hinauf. Unser Wagen musste wieder mal tüchtig arbeiten um die steilen Pässe zu überwinden. Nachdem wir Kabale passiert hatten bogen wir wieder auf eine Piste ein, welche zunehmend auch immer steiler wurde. Links und rechts von der Strasse wurden Steine beziehungsweise Kies abgebaut. Dies funktionierte so, dass grosse Steinbrocken aus der Felswand gebrochen wurden und danach wurden diese mit einem einfachen Hammer so lange bearbeitet, bis feiner Kies entstand. Eine unglaublich harte Arbeit. Die Männer waren dabei eher für das Grobe (Steinbrocken) zuständig und die Frauen und leider auch die Kinder für die Herstellung des Kieses.

Gegen 15:00 Uhr erreichten wir dann den Lake Bunyonyi, unserem heutigen Tagesziel. Der See liegt auf fast 2000 Meter über Meer, soll leicht alkalisch sein und ist einer der wenigen Seen in Afrika ohne Bilharziose. Für die Übernachtung hatten wir uns das Lake Bunyonyi Overland Resort ausgesucht und hier war für einmal richtig viel los. Das Camp schien insbesondere auch bei Overlandern beliebt zu sein – gleich drei waren anwesend – und entsprechend gross war der Trubel. Wir erhielten jedoch einen Stellplatz direkt am See, so dass wir ein wenig abseits waren. Das Camp selber bietet eine gute Infrastruktur (Toiletten, Duschen usw.) und ist relativ weitläufig. Eine Bar, feste Zelte und auch Zimmer stehen zur Verfügung. Da wir für einmal zeitig am Ziel waren und sogar das Wetter einigermassen ansprechend war, konnten wir den späten Nachmittag geniessen und etwas relaxen. Etwas später hörten wir in der Ferne Donnergrollen und kurz setzte leichter Nieselregen ein. Das Gewitter zog aber glücklicherweise an uns vorbei und so verbrachten wir auch einen gemütlichen Abend und gingen gegen 22:00 Uhr ins Bett.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Kenia-Uganda-2011-12″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Kenia-Uganda-2011-12″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“290″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1452901185893-88b04fc1-9a12-3″ include=“3177, 3202, 3208, 3210″][/vc_column][/vc_row]