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Überquerung des Ostafrikanischen Grabenbruchs und auf der Mombasa-Malaba Road in Richtung Uganda mit chaotischem Grenzübertritt

[/blockquote][vc_column_text]Noch bevor die Sonne aufging standen wir auf, da wir an diesem Tag einen weiten Weg vor uns hatten. Die Stadt Jinja in Uganda war unser Tagesziel. Die ersten paar Kilometer bis Marigat kamen wir wie schon bei der Anreise nur sehr langsam voran, da die Strasse hier in einem beklagenswerten Zustand war. An mehreren Stellen wurde die Strasse nach schweren Unterwettern einfach weggespült, was anscheinend aber schon ein paar Jahre zurücklag. Und was von der Strasse danach noch übrig blieb, glich nun der Mondoberfläche.

Ab Marigat fuhren wir weiter auf der C51. Diese Strasse war meistens in einem guten Zustand und wir kamen gut voran. Dies änderte sich aber etwas später, jedoch einmal nicht wegen schlechten Strassenverhältnisse sondern weil wir in die „Berge“ kamen. Die Strasse wand sich nun entlang an grünen Hängen und wir mussten bemerken, dass unser Wagen für solche Strecken etwas untermotorisiert war. Aber so hatten wir jedenfalls genügend Zeit diese wunderbare Gegend/Landschaft zu geniessen.

In Kabarnet (nennen wir es ein Bergdorf) konnten wir problemlos tanken. Danach ging es wieder bergab und mit wenig Verkehr in Richtung Eldoret. Je näher wir aber Eldoret kamen desto mühsamer wurde es. Es hatte langsam fahrende Autos und auch die Strassenverhältnisse wurden schlechter. In Eldoret gelangten wir wieder auf die Mombasa-Malaba Road (A104) die uns von hier aus nach Uganda führen sollte. Als wir uns der Grenze zu Uganda näherten, bildete sich auf einmal eine lange Warteschlange von Lastwagen. Eigentlich waren hier neben uns nur noch Lastwagen auf der Strecke unterwegs. Wir fuhren neben der Kolone vorbei die sich bis zur Grenze auf zirka 7 Kilometer hinziehen sollte. Wie lange mussten hier die Fahrer wohl warten?

Wir erreichten Malaba an der Grenze wo zunächst gar nichts mehr ging. Wir standen nun auch im Stau und wussten auch nicht, wie weit es effektiv noch bis zum Grenzposten ging. Ab und zu ging es langsam vorwärts, dann war aber wieder warten angesagt. Kurz darauf klopften aber schon die ersten „Helfer“ bei uns an der Türe an. Es waren sehr viele die uns helfen wollten bei den Grenzformalitäten. Wir pickten uns einfach einen aus der Menschentraube aus und er lotste uns durch das Menschengewirr. Da wir absolut keine Ahnung hatten wohin wir gehen mussten und überall auch ein völliges Durcheinander und Chaos herrschte, waren wir nun vollkommen auf die Unterstützung des Helfers angewiesen. Wir einigten uns darauf, dass wir für seine Dienstleistungen 1’000 KES zu bezahlen hatten. Alida kümmerte sich danach mit dem Helfer um den Papierkrieg auf der kenianischen Seite und ich wartete im Auto. Als wir die Ausreise aus Kenia offiziell getätigt hatten, mussten wir noch die Einreise in Uganda bewerkstelligen. Dies ging so weit auch recht gut, nur wusste ich bis dahin nicht, dass wir anscheinend eine Strassengebühr für Uganda zu bezahlen hatten. Das Problem war, dass diese Gebühr nur in UGX bezahlt werden konnte, was wir jedoch nicht hatten. So mussten wir gezwungenermassen auf der Strasse (Schwarzmarkt) Dollars in die ugandische Währung wechseln. Der Wechselkurs war gar nicht so schlimm wie man befürchten konnte, wir bezahlten nur zirka 1-2 Dollar mehr.

Soweit verlief an der Grenze alles ordnungsgemäss aber natürlich auf „afrikanische Art und Weise“, das heisst langsam und durchaus chaotisch. Für das ganze Prozedere benötigten wir nahezu zwei Stunden. Und ehrlich gesagt, wir hatten das Gefühl, dass wir ohne Helfer der seinen Job übrigens ausgezeichnet und sehr engagiert erledigte, noch immer an diesem Grenzübergang stehen würden. Wenn man es nicht kennt, weiss man nicht mal in welches Haus/Büro man als nächstes gehen muss um irgendwelche Stempel und Papiere abzuholen. Das Geld für den Helfer sollte man unserer Ansicht nach nicht sparen. Uns viel auch auf, dass wir weit und breit die einzigen Touristen waren. In Uganda angekommen, liessen wir uns vom Helfer noch seine Telefonnummer geben, damit wir ihn allenfalls bei unserer Rückkehr nach Kenia anrufen konnten.

Danach fuhren wir weiter in Richtung Jinja. Kurz darauf fing es an zu regnen. Innerhalb der ersten gefahrenen 30 Kilometer, sahen wir schon zwei Unfälle. Einer davon war ein Benzin-Tanklaster, der andere auch ein LKW mit essbarer Waren welche alle verstreut auf der Strasse lagen. Beide Lastwagen lagen seitlich am  Strassenrand. Wegen des stärker werdenden Regens wurden die Strassenverhältnisse immer schlechter sowie auch die Licht-und Sichtverhältnisse. Ich musste mich sehr konzentrieren, damit wir sicher vorwärts kamen. Dann endlich, etwas nach 18:00 Uhr erreichten wir Jinja. Nun waren es noch zirka 15 km bis zu The Haven Luxury Bandas & Campsite. Das letzte Teilstück war eigentlich eine geteerte Strasse, wegen des Regens wirkte diese aber eher wie eine Schotterpiste. Es hatte viele Schlaglöcher und die Fahrbahn war teilweise doch recht eng. Zudem wurde es immer dunkler und es standen/liefen überall Menschen herum, so dass man extrem Acht geben musste, dass man niemanden überfährt. Etwas später erspähten wir ein Schild welches uns den Weg zu unserem Camp anzeigte, wir waren also fast da. Die letzten zirka zwei Kilometer auf einem schmalen Feldweg (Lehmweg) meisterten wir problemlos.

Endlich beim Camp angekommen, wurde es auch gleich dunkel. Wir waren froh, dass wir es rechtzeitig und noch vor der Dunkelheit geschafft hatten. Im Camp wurden wir freundlich empfangen und wir waren wieder mal die einzigen Gäste (Camping). Das Camp ist super schön mit ausgezeichneten Sanitäranlagen (Warme Duschen und sehr sauberen Toiletten). Da es immer noch recht stark regnete, machten wir uns schnell Teigwaren mir einer Sweet-Chili-Sauce und assen hinten im Auto. Wildromantischer geht es nicht mehr. :-)

Ein doch recht anstrengender Tag ging damit zu Ende. Wir hatten heute eine beachtliche Strecke zurückgelegt, den Grenzübertritt nach Uganda gemeistert und waren heil und ohne Probleme angekommen. Schon bald überkam uns die Müdigkeit und wir legten uns schlafen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_empty_space height=“30px“][postgallery_grid id=“Kenia-Uganda-2011-07″ data_source=“data-4″ null=““ slidesetid=“Kenia-Uganda-2011-07″ columns=“1″ columnpadding=“column_padding“ masonry=“masonry“ align=“aligncenter“ imageeffect=“frame“ imgwidth=“255″ imgheight=“255″ lightbox=“yes“ zoomhover=“zoomhover“][vc_separator css=“.vc_custom_1452550804947{margin-bottom: 50px !important;}“][styledbox type=“general_shaded“ icon=“fa-link“ icon_color=“rgba(255,255,255,0.9)“ icon_position=“center“][vc_column_inner][vc_wp_links category=“285″ orderby=“rand“ options=“name“ limit=“-1″][/vc_column_inner][/styledbox][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=“.vc_custom_1452544686088{margin-bottom: 30px !important;}“][vc_basic_grid post_type=“ids“ element_width=“3″ item=“4743″ grid_id=“vc_gid:1453065308655-87ddc2ec-7063-6″ include=“3110, 3112, 3114, 3170″][/vc_column][/vc_row]