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Transfer auf die Masoala Halbinsel und Start in ein Wander-Abenteuer mit ungewissem Ausgang
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Kaum eingeschlafen, reisst uns der Wecker auch schon wieder aus dem Schlaf. Es ist erst 04:45 Uhr und draussen ist es noch dunkel. Nach einem schnellen Frühstück werden wir um 06:00 Uhr von einem Fahrer abgeholt welcher uns zum Flughafen bringt. Etwas später können wir dann auch schon das Check-In vornehmen und man muss erwähnen, dass dies soweit reibungslos abläuft. Wir haben ja immer ein wenig Bammel wegen dem Gewicht unseres Gepäcks und auch wegen der Fotoausrüstung im grossen Kamerarucksack. Aber alles kein Problem, die Dame schaut unser Handgepäck nicht einmal gross an und händigt uns jeweils zwei Boarding Cards aus. Wir fliegen heute nach Antananarivo zurück und von dort weiter nach Maroansetra (Masoala). Der erste Flug ist pünktlich und auch in der Luft alles wie gewohnt, nur die Landung in Antananarivo ist etwas holprig, da der Pilot die Turboprop-Maschine recht hart auf die Piste klatscht. Aber unten ist unten… ;-)
Am Flughafen Ivato müssen wir kurz in das Flughafengebäude rein und eigentlich gleich wieder zum selben Gate zurück wo wir angekommen sind. Dort gibt es sogar einen Security-Check, einer der Besten die ich je gesehen habe. Etwas Ironie sei erlaubt, denn die beiden Frauen am Gepäck Scanner sind am Plaudern und scheinbar nicht daran interessiert, was wir so alles in den Rucksäcken dabei haben. Gut für uns, so können wir unsere 1,5 Liter Wasserflasche behalten. Etwas später sitzen wir auch schon wieder in einer Turboprop-Maschine und heben ab. Es ist die genau gleiche Maschine in der wir schon sassen, wie ich an den beiden Crew-Mitgliedern sehen kann. Eigentlich hätten wir also sitzen bleiben können. Das Flugzeug setzt in Maroansetra noch etwas ruppiger auf als in Antananarivo, der Pilot hat aber auch recht mit Seitenwind zu kämpfen und immer wieder muss er korrigieren.
Am kleinen Provinzflughafen werden wir von einem Mitarbeiter der Ecolodge Chez Arol in Empfang genommen, müssen aber noch auf unsere Koffer warten. Dann wird es lustig: Da es hier kein Rollband hat, wird jeder Koffer mit der Nummer einzeln aufgerufen. Wenn man dann die entsprechende Gepäckquittung vorweisen kann erhält man fast wie im Lotto den Gewinn (Gepäck) übergeben. Anschliessend werden unsere Koffer in einen uralten Peugeot verfrachtet, obschon im Kofferraum eigentlich gar nicht genug Platz vorhanden ist. Aber auf madagassische Art und Weise dann halt schon… Wir fahren nun in 20 Minuten zum Hafen wo man uns schon erwartet. Der Besitzer der Ecolodge Chez Arol (Olivier) ist dort und weist „seine“ Mitarbeiter unermüdlich an, was zu tun ist. Für uns gibt es ja ein etwas spezielleres Programm und wir müssen dafür zuerst unsere Kleider und das Nötigste in eine andere Reisetasche umladen.Unser Reiseplan sieht nun so aus, dass wir in vier Tagen zur besagten Lodge wandern werden, welche am Rande des Masoala National Park liegt und sonst nur mit dem Boot zu erreichen ist.
Als alles bereit ist, fahren wir mit einem recht verrosteten und alten Stahlboot los. Nach einiger Zeit erreichen wir das Ende des schiffbaren Kanals und es ist Zeit auszusteigen. Unsere Wanderung kann beginnen. Mit uns haben wir einen Guide (Paulen) und einige Träger, die alles Equipment und Essen usw. schleppen. Heute haben wir aber nur einen kurzen Weg zu gehen und erreichen schon bald die Farankaraina Wälder wo es eine Camp Site hat. Wir schauen uns zuerst den Strand an und verweilen dort, bis uns ein kleiner Lunch (Sandwich, sehr gut) serviert wird. Danach gehen wir mit Paulen in den Wald auf einen kleinen Rundgang. Vieles können wir leider nicht entdecken, aber Paulen scheint ein geschultes Auge zu besitzen. Danach haben wir wieder etwas Zeit für uns und wir gehen noch einmal an den Strand, einfach etwas sitzen und entspannen. Gegen 19:00 Uhr geniessen wir unser Abendessen. Ist ganz erstaunlich, was die Jungs da auf den Tisch zaubern. Die geben sich wirklich sehr, sehr viel Mühe und uns ist es eigentlich nicht so recht, uns so bedienen zu lassen…
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